Handlungsplan

Abwanderung der Zuzügler bremsen

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Sonderburg/Sønderborg
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Das Sonderburger Rathaus. Foto: DN

Der Handlungsplan für Niederlassung 2019-2022 fokussiert darauf, wie die Zuzügler empfangen werden und was getan wird, um sie vor Ort zu halten.

Der Stadtrat hat sein Augenmerk auf die Entwicklung der Bevölkerungszahl gerichtet. Ein Einsatzgebiet befasst sich mit Zuzüglern, auch um den Bedarf der Wirtschaft nach Arbeitskraft befriedigen zu können. Die neuen Bürger sollten sich gern dauerhaft niederlassen.

Doch eine Analyse zeigt, dass bis zu 50 Prozent der Zuzügler in den ersten drei Jahren wieder aus der Gegend wegziehen. Sie haben es schwer, sich in die neue Umgebung einzuleben. Ein anderer Grund ist, dass die Partner keine Arbeit gefunden haben.

Die Analyse basiert auf Daten über Zu- und Abwanderung 2015, 2016 und 2017. Diese sind das Ergebnis von Interviews mit 15 ausländischen und 9 dänischen Zuzüglern, Telefoninterviews mit fünf Bürgern und einem Workshop mit 36 Teilnehmern aus Politik, Verwaltung und Betrieben. Der Handlungsplan soll den Ursachen auf den Grund gehen, wie es Gerhard Bertelsen (SP) auf der Ratssitzung kürzlich sagte. Der Vorsitzende des Gewerbeausschusses erklärte, dass es 2017 einen positiven Zuzug gegeben hat. Es kamen um die 1.000 Bürger, davon 179 Dänen, 217 Deutsche, der Rest verteilt sich auf 80 Nationalitäten.

Der Handlungsplan für Niederlassung 2019-2022 fokussiert darauf, wie die Zuzügler empfangen werden und was getan wird, um sie vor Ort zu halten. Die meisten Zuzügler kommen wegen des Studiums in die Kommune.

Viele der anvisierten Einsätze wie Freizeitaktivitäten und Stärkung sozialer Aktivitäten der Zuzügler lassen sich im Rahmen der abgesetzten Mittel in Höhe von 800.000 Kronen tätigen. Andere wiederum bedürfen einer genaueren Analyse an Möglichkeiten und finanziellen Konsequenzen. Dazu zählen Entwicklung einer Zuzügler-App, Stärkung der Partnerjob–Regelung, und Einrichtung von ZuzüglerWohngemeinschaften bzw. Testwohnungen.

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