Soziales

Sonderburg weiterhin auf der „Ghettoliste“

Ritzau/jrp
Kopenhagen
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Überwachungskameras in einem sozialen Brennpunkt in Kopenhagen. Foto: Tariq Mikkel Khan/Ritzau Scanpix

Sonderburg ist weiterhin auf der umstrittenen Ghettoliste der Regierung zu finden. Kritiker befürchten eine Stigmatisierung.

Das Gebiet am Sonderburger Nørager und Søstjernevej ist weiterhin auf der sogenannten Ghettoliste zu finden. Auf der Liste hat die Regierung Wohngebiete gesammelt, in denen es viele Arbeitslose, Einwanderer aus nicht-westlichen Ländern, Geringverdiener, Personen ohne Ausbildung oder Kriminelle gibt.

Drei der Kriterien müssen erfüllt sein, um auf der Liste zu landen. Die Regierung will in den Wohngebieten mit verschiedenen Maßnahmen u. a. eine Parallelgesellschaft verhindern.

Insgesamt stehen auf der neuesten Gettoliste 29 solcher Gebiete.
Troels Schultz Larsen, Lektor an der Universität in Roskilde, kritisiert die Liste. Er meint, dass das Stigma dazu führe, dass Menschen dort noch weniger wohnen wollten.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Schöne Zahlen“