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Deutsch-dänisches Studium Medizinische Mikrotechnologie gefragt

Deutsch-dänisches Studium Medizinische Mikrotechnologie

Deutsch-dänisches Studium Medizinische Mikrotechnologie

Sonderburg/Sønderborg
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Im Campus Sonderburg der Süddänischen Universität (SDU) im Alsion liegt das Mads Clausen Institut, das im neuen deutsch-dänischen mikrotechnologischen Masterstudiengang für Medizintechnik eine wichtige Rolle spielt. Foto: Sønderborg Kommune

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Rund 40 Studierende haben sich für die neue Master-Ausbildung Medical Microtechnology der SDU Sonderburg, der Universität und der Fachhochschule in Lübeck beworben. Das durch EU-Interregmittel geförderte Projekt kooperiert mit den Unternehmen Danfoss und Linak in Nordschleswig.

Erst seit dem Frühjahrssemester können sich Studierende für einen neuen deutsch-dänischen Masterstudiengang Medizinische Mikrotechnologie einschreiben, den die Süddänische Universität Sonderburg sowie die Universität und die Fachhochschule Lübeck unter dem Titel „Medical Microtechnology eingerichtet haben.

Viele Bewerbungen

Jetzt melden die beteiligten Bildungsstätten, dass sich bereits 38 Studierende für das neue Angebot beworben haben, das im Herbst anläuft. Nach dem Abschluss des Studiums erwerben die Absolventinnen und Absolventen den Titel „Master of Science in Medical Microtechnology“.

Bewerben können sich für den Masterstudiengang Personen, die über einen relevanten Bachelor- oder Diplomabschluss verfügen. Die Kooperation, an der auch bedeutende dänische Medizintechnik-Unternehmen und die Firmen Danfoss und Linak im Raum Sonderburg beteiligt sind, wird finanziell durch das EU-Interregprogramm gefördert.

Die durch ihre Ausbildung von Medizinern renommierte Universität Lübeck ist am deutsch-dänischen Projekt neben der Lübecker Fachhochschule beteiligt. Foto: Universität Lübeck

„Die Universität zu Lübeck und die Technische Hochschule Lübeck sind unglaublich stark auf dem Gebiet der Entwicklung von Technologie zum Einsatz in der Medizin. Sie können sich dabei auf ein solides und breites Netzwerk stützen. Am Mads Clausen Institut an der SDU sind wir Spezialisten im Bereich Mikrotechnologie, die künftig sehr relevant bei der Entwicklung von Medizintechnik sein wird“, erläutert der Leiter des renommierten Instituts in Sonderburg, Horst-Günter Rubahn.

Technischer Fortschritt als Ziel

Mit der neuen Kooperation eröffneten sich große Möglichkeiten für technischen Fortschritt, der in der medizinischen Behandlung schon seit Jahrzehnten die Überlebenschancen von Herz- und Krebspatienten deutlich erhöht hat. Die neue Ausbildung werde für das Gesundheitswesen der Zukunft sehr wichtig. Rubahn berichtet, dass bereits drei Studierende im Herbstsemester 2021 eine Bewerbung per Frühstart für den neuen Studiengang eingereicht hatten.

Die medizinische Mikrotechnologie trägt zu vielen Behandlungserfolgen bei. Foto: SDU

Zu diesen zählt Vishnu Ramanan, der sich über eine Studienmöglichkeit in Dänemark und vor allem die modernen Laboratorien im Mads-Clausen-Institut begeistert äußert.

Mit zum Studienangebot, für das sich bisher sieben Teilnehmende aus Deutschland eingeschrieben haben, gehören neben mehreren Unternehmen auch die Rheumaklinik am Sonderburger Krankenhaus, das „Sydvestjysk Sygehus“ in Esbjerg und die Universitätsklinik Odense. Das Vorhaben erhält aus dem Interregprogramm über drei Jahre 5,1 Millionen Kronen. Anschließend wird es im Alleingang der Ausbildungsstätten fortgesetzt.

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