Tourismus

Entspannte Begegnung mit Gästen

Entspannte Begegnung mit Gästen

Entspannte Begegnung mit Gästen

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Wibek/Vibæk
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Johanne Labansen berät Urlauber mit einem Lächeln. Foto: Karin Riggelsen

Johanne Labansen nutzt ihren Urlaub, um als ,,Turistguide“ Urlauber auf Dänisch, Englisch oder Deutsch zu beraten. Sie trifft sie dort, wo sie sich aufhalten – in der gesamten Kommune.

Die Organisation „Visit Sønderborg“ bietet seit einigen Jahren Urlaubern einen besonderen Service: Mitarbeiter in hellgrünen Jacken/T-Shirts sind dort, wo sich Touristen aufhalten, um sie zu beraten und ihnen Tipps zu geben.


Johanne Labansen war bei den Aktivitätstagen auf dem Gelände der Mühlen in Wibek vor Ort. Sie war mit dem elektrischen Lastenfahrrad von Sonderburg aus dorthin geradelt.


Sie nutzt ihren Urlaub für diese Arbeit, die ihr sehr gut gefällt: „Ich entspanne mich dabei, wenn ich Menschen treffe. Es macht Spaß. Im ersten Jahr musste ich es tun. Da bekam ich Sozialhilfe. Es war eine Beschäftigungsmaßnahme. Nun mache ich es, weil ich es will.“


Johanne Labansen hat kein Problem, Urlauber auf Deutsch oder Englisch zu beraten. Sie hat neun Jahre in England gewohnt, je ein halbes Jahr in Finnland und Israel. Ihre Kinder haben die Deutsche Schule Sonderburg besucht.


Die Urlauber danken ihr mit einem Lächeln, schätzen sie doch die Beratung vor Ort. Johanne macht auch Vorschläge, was sie sich anschauen könnten, wie das Ziegeleimuseum Cathrinesminde, das Schloss Augustenburg mit Kunsthalle und Palmen in Mummark. „Dann staunen sie, aber es gibt Palmen am Strand.“

Bisher nur zufriedene Kunden


Johanne Labansen wird zwei Monate mit 15 Wochenstunden als „Turistguide“ unterwegs sein. Da sie ohnehin gern radelt, ist das Lastenfahrrad kein Problem.
Bisher hat sie nur zufriedene Kunden gehabt. Es gab nur einen, der sich bei ihr beschwert hat, „weil er ein schlechtes Erlebnis hatte. Das hat aber mit der Einstellung zu tun. Willst du glücklich sein, musst du deine Haltung ändern“, zitiert sie eine englische Redewendung.


Für die Gäste sind 13 „Turistguides“ unterwegs, die die gesamte Kommune vom Nordalsen über Südalsen bis hinüber nach Gravenstein abdecken. Alle sind dreisprachig, laut der Aufforderung auf dem T-Shirt: „Spørg mig – frag mich – ask me“.

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