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Kutter vor Alsen gesunken

Kutter vor Alsen gesunken

Kutter vor Alsen gesunken

Ritzau/hm
Südalsen
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Ein Rettungshubschrauber hat am Sonnabend vor der Südküste Alsens einen schiffbrüchigen Angler an Bord genommen. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

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Ein ehemaliger Fischkutter ist am Sonnabend vor der Südküste Alsens gesunken. Der Angler an Bord konnte unverletzt gerettet werden.

Wie das Operationszentrum der dänischen Streitkräfte mitteilt, ist ein Kutter am Sonnabend im Gebiet südlich der Insel Alsen gesunken. An Bord befand sich eine Person, die unverletzt gerettet werden konnte. Der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zufolge war ein deutscher Angler mit seinem ehemaligen Fischkutter unterwegs. Das Boot sank nach heftigem Wassereinbruch.

Der Notruf erreichte die dänischen Einsatzkräfte um kurz vor 10 Uhr am Sonnabendmorgen. Daraufhin startete ein Rettungshubschrauber auf dem Fliegerhorst Skrydstrup. Der Schiffbrüchige befand sich da bereits auf einer Rettungsinsel. Der Hubschrauber nahm die Person per Seilwinde an Bord. Der Mann wurde dann auf dem Seenotrettungskreuzer Berlin der DGzRS abgesetzt und in den Hafen von Olpenitz gebracht.

Deutsch-dänische Rettungszusammenarbeit auf dem Meer Foto: DGzRS

Notruf von der Rettungsinsel

Nach Angabe der deutschen Seenotretter rief der Mann kurz nach halb zehn Uhr von der Rettungsinsel einen ehemaligen Kollegen an, der heute selbst Seenotretter ist. Eine ungefähre Position konnte der Schiffbrüchige übermitteln, auch wenn der Anruf laut DGzRS kaum zu verstehen war. Ein Rückruf war anschließend nicht mehr möglich. Der Seenotretter alarmierte die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See in Bremen. Die Position im Kleinen Belt befand sich etwa in Höhe der dänischen Inseln Alsen und Ærø im dänischen Such- und Rettungsgebiet, ungefähr dreieinhalb Seemeilen (etwa 6,3 Kilometer) von Alsen entfernt in einem Seegebiet mit einer Wassertiefe von ungefähr 25 Metern.

Die Rettungsleitstelle See verständigte sich mit den dänischen Kollegen, die einen SAR-Hubschrauber in den Einsatz schickte. Drei deutsche Seenotrettungskreuzer wurden alarmiert, unter anderem die Berlin aus Laboe.

Um 10.36 Uhr meldete der Hubschrauber, dass der Fischer mit einer Winde aus der Rettungsinsel gerettet wurde. Er wurde dann, wie erwähnt, zum Seenotrettungskreuzer Berlin geflogen. Die Rettungsinsel wurde ebenfalls aus dem Wasser gefischt.

Das Fischerboot vom Typ „Starlet 29“ ist etwa neun Meter lang. Der Hubschrauber suchte noch nach Wrackteilen, fand aber keine.

Ergänzt am Sonnabend, 16.20 Uhr

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