Kommunalpolitik

Statt 13 Minuten gute zwei Stunden: SP-Kandidaten testen den öffentlichen Nahverkehr

Statt 13 Minuten gute zwei Stunden: SP-Kandidaten testen den öffentlichen Nahver

SP-Kandidaten testen den öffentlichen Nahverkehr

hm
Nordschleswig
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Die jungen SPitzen fordern ältere Parteimitglieder auf, den öffentlichen Nahverkehr zu testen. Foto: Sydtrafik

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Die Jugendorganisation der Schleswigschen Partei schickt vor den Kommunalwahlen die älteren Parteimitglieder auf die Reise – von einer Kleinstadt ins Rathaus der jeweiligen Kommune. Statt des eigenen Autos müssen sie den Bus nehmen.

Die jungen Spitzen, die Jugendorganisation der Schleswigschen Partei (SP), fordert die älteren Parteimitglieder vor der Kommunalwahl zu einer Art Wettstreit auf. Die Aufgabe: Um die öffentlichen Verkehrsmittel zu testen, wird ein Kandidat/ eine Kandidatin der SP in einer Kleinstadt seiner oder ihrer Kommune „ausgesetzt“ und muss so schnell wie es geht, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ins Rathaus der Kommune fahren. Flextrafik durfte und darf nicht genutzt werden.

Katharina Kley, Frontfrau der jungen Spitzen, erklärt: „Wir wollen mit dieser Aktion das Augenmerk auf den Personennahverkehr in den vier nordschleswigschen Kommunen lenken. Wir wollen die Angebote, die es in den verschiedenen Kommunen gibt, vergleichen und dies zum Anlass nehmen, das Angebot zu diskutieren. Kley sieht vor allem für jüngere Einwohner Verbesserungsmöglichkeiten im öffentlichen Nahverkehr.

Die Aktion startete bereits am Sonnabend, 18. September, als Thore Naujeck in der Kommune Apenrade (Aabenraa) vom Klipleffer Bahnhof zum Rathaus in Apenrade fuhr. Seine Zeit laut der jungen Spitzen: Zwei Stunden und 15 Minuten. Fahrzeit im Auto: 13 Minuten. Für Thore Naujeck ist das zu lang. „Ich wäre schneller gewesen, wäre ich zu Fuß gegangen.“

Tags darauf, am Sonntag, 19. September, fuhr Hans Fedder Kley mit „den Öffentlichen“ von Mölby (Mølby) zum Rathaus in Hadersleben (Haderslev). Dies dauerte der Jugendorganisation nach knapp drei Stunden – er musste mit 14 weiteren Fahrgästen in Wojens (Voyens) eine Stunde lang auf einen Anschlussbus warten. Die Entwicklung sei keine gute, resümiert er. „Immer weniger Menschen nutzen den öffentlichen Nahverkehr, weil es so beschwerlich ist. Dadurch wird das Angebot noch weiter ausgedünnt.

Am 25. September wird SP-Kandidatin Randi Damstedt dann versuchen, von Toftlund zum Rathaus in Tondern zu gelangen. Später wird SP-Kandidatin Kirsten Bachmann in Sonderburg den Bus nehmen.

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