Gesundheitswesen

Rechnungen für die ärztlichen Notdienste landen bei der Region

Rechnungen für die ärztlichen Notdienste landen bei der Region

Rechnungen für die ärztlichen Notdienste landen bei der Region

Vejle
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Foto: dpa

Im Konflikt um die Versorgung des ärztlichen Notdienstes bahnt sich eine Lösung an. DIe Regionsratsvorsitzende hat einen Vorschlag.

Ärzte, die keine eigene Praxis haben und als Mediziner für den ärztlichen Notdienst (vagtlæge) arbeiten, müssen, wie alle praktizierenden Ärzte auch, eine Gebühr von 4.000 Kronen an die Behörde für Patientensicherheit zahlen. Mit dem vom Folketing 2016 beschlossenen Gesetz sollte die Patientensicherheit erhöht werden.

Nun haben in der Region Süddänemark 67 der insgesamt 600 Ärzte ihre Arbeit für den Notdienst gekündigt. Dabei handelt es sich um Ärzte in der Ausbildung, die von vornherein ein geringes Einkommen haben (wir berichteten). Als Folge des Konflikts befürchtet der zuständige Chef des ärztlichen Notdienstes in der Region Süddänemark, Ole Holm Thomsen, weniger Konsultationszeiten und damit verbunden längere Wartezeiten für die Patienten sowie Mediziner, die mehr Wachen übernehmen müssen. Das erklärte Holm Thomsen gegenüber JydskeVestkysten.

Lösung bahnt sich an

Es scheint sich jedoch eine Lösung anzubahnen, denn Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby (Venstre) hat sich eingeschaltet und die Behörde für Patientensicherheit darum gebeten, die Region und den Ärztedachverband PLO zu einem klärenden Gespräch an den Verhandlungstisch zu holen. „Die Gebühren dienen der Sicherheit der Patienten. Es sollten damit keine Ärzte abgeschreckt werden“, sagte die Ministerin gegenüber der Tageszeitung.
Auch die Regionsratsvorsitzende und Parteikollegin von Ellen Trane Nørby, Stephanie Lose, hatte sich schnell zu Wort gemeldet, als sie von den Kündigungen hörte.

Sie sei dafür, die Kosten von der Region tragen zu lassen, erklärte sie ihren Lösungsansatz. Die Region übernehme dabei die Zahlungen für den gesamten ärztlichen Notdienst, der dann als Einheit zu betrachten sei, an die Behörde für Patientensicherheit, statt dass mehrere Hundert Ärzte jeweils 4.000 Kronen überweisen.

Zu dem Vorschlag hat Poul-Erik Svendsen (Sozialdemokraten), der stellvertretende Vorsitzende der Region, schon sein Einverständnis gegeben.

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