Knivsbergfest

Sommer, Sonne und eine volle Mulde

Julius Born
Kivsberg/Knivsbjerg
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Dieter Søndergaard führte durch das Muldenprogramm. Foto: K. Riggelsen

Das Muldenprogramm bildete auch in diesem Jahr wieder den feierlichen Abschluss des Knisvbergfestes. Neben Musik, Reden und Ehrungen wurde während der Veranstaltung auch noch ein kleiner Wettkampf durchgeführt.

Das Muldenfest bildet jedes Jahr den feierlichen Abschluss des Knivsbergfestes, bevor das Partyzelt eröffnet wird. Viele der Besucher nutzten auch in diesem Jahr noch einmal die Chance, bei strahlendem Sonnenschein Musik, Reden und andere Darbietungen zu genießen.

Durch die Veranstaltung führte der Leiter der Blaskapelle des Deutschen Jugendverbandes, Dieter Søndergaard, der sich über ein noch größeres Publikum als in den Vorjahren freuen konnte. Die Begrüßung der versammelten Gäste und Sportmannschaften übernahm der Vorsitzende des Jugendverbands, Jasper Andresen, der zur Feier des Tages seinen Sohn mit auf die Bühne nahm, um ihm die Aussicht auf diese enorme Besucherzahl zu ermöglichen. Sie zeigt, dass sich die letzten Monate voller Arbeit, Organisation und Planung gelohnt haben. Dafür bedankte sich Jasper Andresen gesondert bei den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern: „Es ist schön zu sehen, dass die Mulde jedes Jahr besser besucht wird. Vielen Dank dafür!“

Das „Art-Battle“

Damit gab er den Startschuss für die Veranstaltung, die mit dem Knivsberglied eröffnet wurde. Eine weitere Attraktion war das „Art Battle“ (dt. Kunst-Wettkampf). BDN-Praktikant Julius Silbernagel und Kunststudentin Sarah Goesch bekamen einen Stift, eine leere Leinwand und eine Stunde Zeit zur Verfügung, um ein Bild unter dem Titel „Neulich auf einen Schnack in der Gehstraße“ zu zeichnen. Während sie die ersten Striche zogen, begeisterten die Tänzerinnen der Deutschen Schule Osterhoist mit selbst-einstudierten Choreografien das klatschende Publikum.

Britta Tästensen verlässt unter Beifall das Rednerpult. Foto: K. Riggelsen

„Wir sind der Mercedes unter den Minderheiten“

Es folgte eine Rede von der Präsidentin der Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV), Britta Tästensen. Sie ist im Landesteil aufgewachsen und kann durch ihre Arbeit beurteilen, dass die Deutsche Minderheit etwas besonderes in Europa ist: „Wir gelten als Mercedes unter den Minderheiten, allerdings ist das alles nur möglich, weil fleißige Menschen tagein tagaus für die Rechte der Minderheiten kämpfen. Das dürfen wir niemals vergessen.“

Während auf den Leinwänden langsam ganze Szenarien entstanden, wurden die Sieger im Volleyball, Handball, Fußball und Rudern bekanntgegeben. Unterhalten wurde wieder durch eingängige und kurzweilige Stücke der Blaskappelle, die zum Knivsbergfest ihr 70-jähriges Jubiläum feiern darf.

Die Gewinner

Bei der 3. SP-Schnitzeljagd konnte sich, mit einer Zeit von nur 18 Minuten, Henriette Hinrichsen gegen die 100 anderen Teilnehmer durchsetzen. Sie hat nun die Ehre den Wanderpokal bis zum nächsten Jahr zu bewachen. Das SP-Tablet, das ebenfalls verlost wurde, gewann die Schülerin der Deutschen Schule Sonderburg, Arwen Jacobsen, die ihr Glück kaum fassen konnte. Der Nordschleswiger und der BDN verlosten zusätzlich einen Fahrradgutschein über 4.995 Kronen bei Karstens Cycel- og Knallertcenter aus Apenrade. Diesen gewann Dirk Oliver Schüler von der Deutschen Schule in Hadersleben.

Den krönenden Abschluss bildete die Bewertung des Künstlerduos, das mittlerweile seine Werke beendet hatte und dem Publikum präsentierte. Per Klatsch-o-Meter wurde eindeutig entschieden, dass sich Politikstudent Julius Silbernagel gegen Kunststudentin Sara Goesch durchgesetzt hatte.

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