Generalversammlung

Heimatkundler mit interessanten Veranstaltungen

Volker Heesch
Volker Heesch Hauptredaktion
Apenrade/Aabenraa
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Unter den Teilnehmern der HAG-Generalversammlung waren auch drei Enkelinnen Johannes Schmidt Wodders, (v. r.) Metta und Hildegard Schmid sowie Helga Petersen, die gespannt dem Vortrag von Frank Lubowitz über ihren Großvater folgten. Foto: Volker Heesch

Der Vorsitzende der Heimatkundlichen AG, Lorenz P. Wree, zog bei der Generalversammlung eine positive Bilanz. Die HAG-Jahrestagung 2019 befasst sich mit dem Thema „Nordschleswig im Umbruch – der Erste Weltkrieg und die Zeit danach“

Bei der Generalversammlung der Heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft für Nordschleswig (HAG) hat der Vorsitzende Lorenz P. Wree Rückschau über eine Reihe gut besuchter und interessanter Veranstaltungen im vergangenen Jahr berichtet. Die gut 40 anwesenden Mitglieder konnten dabei anhand einer Powerpointvorführung mit hervorragenden Fotos Hanns Peter Blumes die HAG-Exkursion nach Mandø und Vester Vedsted nacherleben. Neben den Exkursionen, die erste im April hatte die Stadt Flensburg zum Ziel, sprach Wree auch die Jahrestagung der HAG in der Akademie Sankelmark im März 2018 an, die mit zahlreichen interessanten Vorträgen die Grenzlandmetropole Flensburg in der Gegenwart ebenso wie in der deutsch-dänischen Vergangenheit der Stadt präsentierte.

Wree berichtete über die jüngste Jahresschrift der HAG, in der ein Vortrag des Historikers Henrik Skov Kristensen in deutscher Sprache zu finden ist, in dem er zum Thema Erinnerungskultur der deutschen Minderheit sprach, die dieser auch in seinem soeben erschienenen Buch unter dem Titel „Gerningsmænd eller ofre“ (Täter oder Opfer) analysiert hat.

Spätsommerexkursion

In Verbindung mit seinen Erläuterungen zum Beitrag der HAG-Schrift zur Familienchronik Hans Friedrich Hansens (1860-1942) wies Wree darauf hin, dass die Spätsommerexkursion der HAG Schauplätze der hochinteressanten Aufzeichnungen aus Nordschleswig in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts rund um Hellewatt zum Ziel hat. Die erste Tagesfahrt im Mai hat Niebüll und Südtondern zum Ziel.

Diese Fahrt steht in Beziehung zur bevorstehenden HAG-Tagung in der Akademie Sankelmark am 9. und 10. März 2019 unter dem Titel „Nordschleswig im Umbruch – der Erste Weltkrieg und die Zeit danach“. Zu dieser Veranstaltung ist die Anmeldung bereits gut angelaufen.

Harald Søndergaard, der die Versammlung leitete, hat als Kassierer in seinem Bericht über gesunde Finanzen berichten können. Er lieferte die erfreuliche Nachricht, dass der BDN in diesem Jahr den zuvor gekürzten Zuschuss für die Druck der Jahresschrift um 10.000 Kronen wieder auf 60.000 anhebt. Angesichts gestiegener Druckkosten sei man darüber sehr froh. Die Jahrestagung und Exkursionen werden durch die Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer getragen.

Museumsprojekt zur Abstimmung

Im Zuge der Generalversammlung berichtete auch der Leiter des Archivs/Forschungsstelle der deutschen Volksgruppe, Frank Lubowitz, aus seinem Tätigkeitsbereich.

So erwähnte er seine Beteiligung am deutsch-dänischen Museumsprojekt zum Thema Abstimmung und Grenzziehung 1920, über das man sich im Internet unter der Adresse Nordmus.eu informieren kann. Lubowitz hatte auch Gelegenheit, den Schleswig-Holsteinischen Landtag und die Landesregierung in Kiel über das Gedenken an die Ereignisse vor 100 Jahren zu unterrichten, die ja nicht allein unter dem Gesichtspunkt des dänischen Jubels über die „Wiedervereinigung“ gewürdigt werden könnten.

Lubowitz ging auch auf die andauernde Aufnahme von Dokumenten und Gegenständen ins Archiv der Volksgruppe ein. Auch berichtete er über seine Vortragstätigkeit.

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