Knivsberg

Rocken auf dem Berg bis zum Feueralarm

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
Knivsberg /Knivsbjerg  
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Johanna Løhde Nielsen
Johanna Løhde Nielsen leitet seit einem Jahr den Gospelchor. Foto: Karin Riggelsen

Gelungenes Konzert mit der Jazzsängerin Johanna Løhde Nielsen und der färöerschen Band Hamradun auf dem Knivsberg.

„Das war einfach ein magischer Abend.“ Jørn Warm, Schulleiter der Deutschen Nachschule Tingleff, schwärmte am Montag immer noch, nachdem seine Schule am Wochenende gemeinsam mit der Bildungsstätte Knivsberg ein gelungenes Doppelkonzert veranstaltet hatte.

Etwa 150 Besucher, darunter die Schüler der Nachschule, ließen sich erst von der besinnlichen Musik Johanna Løhde Nielsens und ihrer Band verzaubern. Das Besondere dabei: Johanna ist Chorleiterin an der Nachschule, und dort merken die Schüler schon, dass sie es mit einer professionellen Fachkraft zu tun haben. Nun aber erlebten sie, wie ihre Lehrerin auf der Bühne als professionelle Musikerin auftreten kann. Das gibt zur nächsten Musikstunde ganz sicherlich Anerkennung von Seiten der Schüler.

Hamradun Foto: Karin Riggelsen

Die Band möchte gerne wieder nach Nordschleswig kommen

Färöischer Folk-Rock stand vor dem Konzert sicherlich nicht auf der Playliste der Jugendlichen, doch nach dem Auftritt von Hamradun, haben die Inselrocker gewiss Dutzende von neuen Fans in Nordschleswig. Hamradun rockte so sehr, dass schon zum ersten Lied der Feueralarm aktiviert wurde. Eine Viertelstunde später ging es dann weiter mit einem unvergesslichen Konzert.

„Ich glaube, dass kleine Gemeinschaften wie die unsere und die der Färöerinseln schnell auf der gleichen Wellenlänge sind. Wir verstehen einander – auch wenn die Sprache uns fremd ist – und das hat sicherlich positiv zum Abend beigetragen. Die Musik und Stimmung ist bei den Jugendlichen gut angekommen“, sagt Jørn Warm.

Die Musiker von Hamradun waren außerdem Stars zum Anfassen. Zum Abschluss gab es nämlich einen traditionellen färöischen Kettentanz mit Leadsänger Pól Arni Holm. Der steht übrigens im Sommer in Klaksvig auf den Färöerinseln wieder auf der Bühne. Dann allerdings vor 11.000 Festivalgästen.

„Die Band möchte gerne wieder nach Nordschleswig kommen, und ich denke wir machen in den nächsten Tagen eine Absprache, damit es im nächsten Jahr ein Wiedersehen gibt“, sagt Jørn Warm. Nach dem Konzert waren die Erwachsenen zur Afterparrty eingeladen. Die Klang spät in der Nacht auf dem Knivsberg am Lagerfeuer aus. Magisch eben.

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