Örtliche Kulturangebote

Lokale Musikveranstaltungen wirken sich positiv auf den Tourismus aus

Lokale Musikveranstaltungen wirken sich positiv auf den Tourismus aus

Lokale Musikveranstaltungen wirken sich positiv auf den Tourismus aus

Apenrade/Aabenraa
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Foto: Per Lange/Tønder Festival

Unter anderem das Tønder-Festival sowie viele Tagesveranstaltungen sorgen für mehr gebuchte Betten und weitere örtliche Kulturangebote.

Unter anderem das Tønder-Festival sowie viele Tagesveranstaltungen sorgen für mehr gebuchte Betten und weitere örtliche Kulturangebote.

In Nordschleswig gibt es mehr und mehr Musikveranstaltungen. Die reichen von Ein–Tages-Arrangements, wie das gestrige Konzert mit Weltstar Sting in Sonderburg, bis hin zu mehrtägigen Festivals, wie das Kløften-Festival, das am vergangenen Sonntag endete. Sie bereichern dabei nicht nur das kulturelle Angebot in der Region, sondern sorgen auch für mehr Touristen.

„Solche Veranstaltungen sind Teil eines Gesamtkonzeptes. Touristen können daran teilnehmen, wenn sie hier sind und dann sehen, dass es auch in den sogenannten Randgebieten ein hochwertiges Kulturangebot gibt“, sagte Karsten Justesen, Direktor bei Destination Sønderjylland. Er glaubt jedoch, dass bei den eintägigen Veranstaltungen eher Bewohner des Landesteils als Gäste erscheinen. „Es kommen sicher auch welche von Fünen, vielleicht sogar von Seeland, aber der Anteil ist gering und für den Tourismus spielen sie keine große Rolle“, erklärte er. Anders sei das bei den mehrtägigen Festivals. „Dort kommen die Gäste aus ganz Dänemark und auch anderen Ländern“, berichtet Justesen.

Die Besucher des Tønder-Festival bleiben zum Teil sogar länger und kommen in der Herbst- oder Wintersaison wieder, weiß auch Jørgen Popp Petersen, der Vorsitzende des Tonderner Kulturausschusses. Die Kommune hat auf die Möglichkeit reagiert und zum Festival eine kulturelle Erweiterung initiiert. Unter dem Titel „4+“ können Festivalbesucher schon vier Tage vor der Veranstaltung in die Wiedau-Stadt kommen und an unterschiedlichsten „hochwertigen“, wie Jørgen Popp Petersen betont, Veranstaltungen teilnehmen. „Wichtig war es uns allerdings, dass wir passend zum Tønder-Festival ein ebenfalls hochwertiges Kulturprogramm anbieten“, sagte er. Den Erfolg der in diesem Jahr zum dritten mal angebotenen Festival-Erweiterung bekommt Popp Petersen zum einen durch die Anzahl der verkauften Karten für 4+ und durch die Rückmeldung der beteiligten Akteure, die sich über ein erhöhtes Touristenaufkommen freuen.

Den positiven Effekt von Musikveranstaltungen und einem Mehr an Touristen erkennt auch Svend Brodersen, Direktor von Gram Slot. „Bei solcher Art veranstaltung sind nicht nur unsere Zimmer im Schloss ausgebucht. Es haben sich inzwischen auch Privatleute entschlossen ihre freien Zimmer zu solchen Events zur Verfügung zu stellen“, erklärte er. Und auch in Gramm gibt es weitere spürbare Effekte. „Wir erzeugen mit den Musikveranstaltungen das Bild eines aktiven Kulturlebens – und das in schönster Natur. Viele der Gäste kommen wieder – der Musik, aber auch der Umgebung wegen“, sagte der Schloss-Chef.

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