Faustball-WM

IFA Präsident: „Faustball durch Projekte wie Æ Mannschaft verbreiten“

IFA Präsident: „Faustball durch Projekte wie Æ Mannschaft verbreiten“

„Faustball durch Projekte wie Æ Mannschaft verbreiten“

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Winterthur
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IFA-Präsident Karl Weiss Foto: jt

IFA-Präsident Karl Weiss freut sich, dass der Faustballsport in Nordschleswig wieder zum Leben erweckt wurde. Er hofft, dass sich dadurch der Sport in ganz Dänemark verbreiten könnte.

Karl Weiss, Präsident des Faustballverbandes International Fistball Association (IFA), wird in wenigen Tagen von seinem Amt als Präsident zurücktreten und, wie er sagt, den „Jüngeren das Ruder überlassen“.

Eines seiner ganz großen Steckenpferde als Präsident war die Verbreitung des Faustball-Sports und eine Erneuerung des Images vom Altherrensport zu einer Sportart für Jung und Alt. Dabei seien Projekte, wie das Team Nordschleswig Æ Mannschaft/Team Denmark sehr wichtig, sagt er.

„Ich halte sehr viel von Projekten wie das in Dänemark. Wenn der Sport sich dadurch weiter in Dänemark verbreitet, ist das ein Gewinn“, betont er gegenüber den „Nordschleswiger“.

Zu lange war Faustball ihm zufolge eine „deutsche“ Sportart. „Es gab lange nur Vereine mit deutschem Hintergrund. Das müssen wir ändern, und das kann unter anderem ein Projekt wie das in Dänemark“, erklärt er.

Geld ein grundlegendes Problem

Zur Frage, welche Rolle die IFA dabei einnimmt und ob sie ein Vorhaben wie Æ Mannschaft aktiv unterstützt, sagt er: „Geld ist nach wie vor ein grundlegendes Problem. In der IFA haben wir beispielsweise nur einen hauptamtlichen Angestellten. Deshalb wird es schwierig, Vereinen finanziell unter die Arme zu greifen.“

Derzeit werde im Verband über sogenannte Starterpakete diskutiert – trotz mäßiger Erfahrungen. „Bei der Weltmeisterschaft 2011 hatten wir alle Spiele auf Youtube übertragen. Danach bekamen wir viele Anfragen um eine Mitgliedschaft und verschickten viele Starterpakete. Doch das Feedback blieb aus“, ärgert sich Weiss.

Team Denmark vor dem ersten Gruppenspiel gegen Australien bei der WM in Winterthur Foto: kjt

Jetzt habe der Verband mit gezielten Entwicklungsprogrammen seine Strategie verändert. „Das kann dann, wie es in Dänemark der Fall ist, mit Trainern sein, die sich gut mit dem Faustballsport auskennen. Gerade im Fall von Team Denmark, hat es die Deutsche Faustballliga (DFL) mit Roland Schubert toll übernommen“, unterstreicht er.

Für die Zukunft des Sports – auch in Dänemark – betont Weiss die Nachwuchsarbeit. „Das muss es auch in Dänemark geben. Dadurch kann sich Faustball verbreiten“, so der scheidende Präsident.

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