Jahrbuch

Zwischen Förde und Damm: Haderslebens Lokalhistorie im Blick

Zwischen Förde und Damm: Haderslebens Lokalhistorie im Blick

Zwischen Förde und Damm: Haderslebens Lokalhistorie im Blick

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Hadersleben/Haderslev
Zuletzt aktualisiert um:
2017 konnte die Veröffentlichung des neuen Jahrbuchs „Zwischen Förde und Damm“ noch mit einer exklusiven Buchvorstellung gefeiert werden. Im Corona-Jahr 2020 muss auf eine solche Zusammenkunft zwar verzichtet werden, dafür hat der Almanach in diesem Jahr auf 120 Seiten inhaltlich besonders viel zu bieten. (Archivbild) Foto: Ute Levisen

Seit 1994 gibt der Haderslebener Archiv- und Museumsverein sein Jahrbuch „Langs Fjord og Dam“ in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen heraus. Auf diese Weise konnte der Verein im Jubiläumsjahr 2020 seine 20. Ausgabe feiern – die erneut die jüngere und ältere Lokalgeschichte Haderslebens in den Blick nimmt.

„Langs Fjord & Dam 2021“

Das in diesem Jahr sage und schreibe 120 Seiten umfassende Buch ist als Hardcover-Ausgabe im Forlaget Gammelting erschienen und kostet 200 Kronen.

Es ist in Hadersleben im Buchhandel „bog og idé“ sowie im Historischen Archiv und in den Museen der Stadt erhältlich.

Hinter der redaktionellen Arbeit des Almanachs stehen Bent Vedsted Rønne (Historie Haderslev), Lennart S. Madsen (Museum Sønderjylland – Arkæologi Haderslev) und Anker Thygesen (Haderslebener Archiv- und Museumsverein).

Alle Jahre wieder: Zum 20. Mal hat der Haderslebener Archiv- und Museumsverein sein lokalhistorisches Jahrbuch „Langs Fjord og Dam“ herausgegeben. Wurde die Veröffentlichung in den Vorjahren traditionell mit einer exklusiven Buchpräsentation gefeiert, muss die Publikation des Almanachs in diesem Jahr coronabedingt leider ohne eine solche Zusammenkunft stattfinden, wie Hans Aage From, Vorsitzender des Haderslebener Archiv- und Museumsvereins, mitteilt.

Ein 500. Geburtstag und 100 Jahre Abstimmung

In der diesjährigen Ausgabe, die in Zusammenarbeit mit dem Historischen Archiv der Kommune Hadersleben und dem Museum Sønderjylland Archäologie entstanden ist, befassen sich erneut sieben verschiedene Autoren mit der jüngeren und älteren Lokalhistorie Haderslebens und würdigen bei dieser Gelegenheit gleich zwei Jubiläen.

Anlässlich des 500. Geburtstages von Herzog Hans dem Älteren befasst sich der Museumsinspektor des Museums Sønderjylland Achäologie mit der Entstehung des Haderslebener Schlosses Hansborg, dem ersten Renaissanceschloss in Dänemark.

Auf ein weiteres Jubiläum geht Chefarchivar Bent Vedsted Rønne vom Historischen Archiv der Kommune Hadersleben in seinem Almanach-Beitrag ein. Er präsentiert eine kommentierte Übersicht über die Anzahl der Stimmen, die bei der Abstimmung zur Grenzziehung am 10. Februar 1920 in den Pfarrkreisen des alten Amts Hadersleben abgegeben worden sind.

24.000 Bücher

Auch Bibliothekar Helge Wiingaard von der Haderslebener Kathedralschule hat einen Beitrag zum Jahrbuch „Langs Fjord og Dam 2021“ beigesteuert, auch wenn es in seinem Artikel nicht um ein Jubiläum geht. Er hat das älteste Buch, das in der Bibliothek der Kathedralschule zu finden ist, als Anlass genommen, um über die 24.000 Werke umfassende Bibliothek und jene Zeiten zu berichten, in denen die Sammlung kurz vor der Zerstörung stand.

Sieben Autoren haben in der 20. Ausgabe von „Langs fjord og dam“ ihr lokalhistorisches Wissen über Hadersleben zusammengetragen. Foto: Pressefoto

Neben den bereits genannten Autoren haben auch Hans Vilhelm Bang und Helge Jacobsen jeweils einen Artikel zum Almanach beigesteuert. Der Vorsitzende des Haderslebener Kunstvereins, Hans Vilhelm Bang, stellt in seinem Beitrag 19 Bildkünstler aus Hadersleben vor, während Helge Jacobsen als Vorsitzender des Vereins „By og Land Haderslev“ über die Wohnungsnot in Hadersleben vor 100 Jahren berichtet.

Postkarten und Tagebuch-Erzählungen

Ein Beitrag der etwas anderen Art ist der Tagebuch-Auszug der Haderslebenerin Anna Christine Schrøder, die in den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges die großen und kleinen Geschehnisse in Hadersleben in ihrem Tagebuch festhält, um nach Kriegsende ihrem in den USA lebenden Sohn von dem Erlebten berichten zu können.

Mit Steffen Riis hat in diesem Jahr auch ein ehemaliger Ökonom einen Beitrag zum Jahrbuch des Haderslebener Archiv- und Museumsvereins geleistet. Der passionierte Postkartensammler hat mit seiner Postkartensammlung als Ausgangspunkt einen Artikel über die Rückkehr nordschleswigscher Kriegsgefangener nach Dänemark nach dem Ersten Weltkrieg verfasst.

Mehr lesen

Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Das war erst der Anfang“

Wort zum Sonntag

Pastorin Astrid Cramer-Kausch
Astrid Cramer-Kausch
„Das Wort zum Sonntag, 17. Januar 2021“