Weltkulturerbe

Ein Zinzendorfplatz für die Weltkulturerbe-Stadt Christiansfeld

Ein Zinzendorfplatz für die Weltkulturerbe-Stadt Christiansfeld

Ein Zinzendorfplatz für die Weltkulturerbe-Stadt Christiansfeld

Ute Levisen
Ute Levisen Lokalredakteurin
Christiansfeld
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Der Platz vor der Kirche der Brüdergemeine wird umbenannt. Foto: Ute Levisen

Der zentral gelegene Platz in Christiansfeld bekommt einen neuen Namen. Aus dem Kirchenplatz wird der Zinzendorfplatz. Damit entspricht die Kommune Kolding einem lang gehegten Wunsch der Brüdergemeine.

Die Einwohner der Weltkulturerbe-Stadt Christiansfeld werden sich auf eine Namensänderung für den zentralen Platz vor der Kirche der Herrnhuter Brüdergemeine einstellen müssen. Die Kommune Kolding erfüllt der Brüdergemeine einen lang gehegten Wunsch und macht aus dem eher anonym klingenden Kirchenplatz den Zinzensdorfplatz.

Der künftige Zinzendorfplatz in Christiansfeld Foto: Ute Levisen

Vier Häuser sind betroffen

Damit bekommt auch die UNESCO-Stadt Christiansfeld wie andere Städte der Herrnhuter in Europa einen Zinzendorfplatz – „Grev Zinzendorf Plads“.
Von der Namensänderung sind die Kirche der Brüdergemeine (Salshuset) sowie drei weitere Häuser betroffen, von denen der Brüdergemeine zwei und der Kommune Kolding eine Immobilie gehört. Der neue Name, Grev Zinzendorf Plads, ist von der Behörde "Styrelsen for Dataforsyning og Effektivisering" bereits genehmigt worden.

Im Beisein von Königin Margrethe, hier zu sehen mit Koldings Bürgermeister Jørn Pedersen, feierte Christiansfeld vor vier Jahren die Anerkennung als Unesco-Weltkulturerbe. Foto: Ute Levisen

Benannt nach dem Gründer

Die Namensänderung erfolgt nicht von ungefähr: Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf und Pottendorf gilt als Gründer der Herrnhuter Brüdergemeine. Der Theologe und Autodidakt war zugleich ihr Bischof und hat sich darüber hinaus als Dichter vieler Kirchenlieder einen Namen gemacht.
Die Verwaltung der Kommune begründet die Umbenennung damit, dass diese Einheimische und Touristen dazu bewegen wird, sich in die Geschichte der Brüdergemeine zu vertiefen. Zugleich zeige Christiansfeld damit, dass die Stadt nicht nur dänisches Kulturerbe, sondern in der Tat eine Stadt des Weltkulturerbes ist.

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