Wirtschaft

Wirtschaftsklima: Hadersleben macht Riesensprung nach oben

Wirtschaftsklima: Hadersleben macht Riesensprung nach oben

Wirtschaftsklima: Hadersleben macht Riesensprung nach oben

Hadersleben/Haderslev
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Bürgermeister H. P. Geil (Venstre) ist zufrieden mit dem Ergebnis der Umfrage. Foto: Ute Levisen

Der Branchenverband „Dansk Industri“ hat erneut die Wirtschaftsfreundlichkeit von 93 der 98 Kommunen unter die Lupe genommen. Hadersleben machte einen Quantensprung nach vorn.

Im Vorjahr lag die Kommune Hadersleben in Sachen Wirtschaftsfreundlichkeit auf Platz 53. In der jüngsten Untersuchung des Branchenverbandes „Dansk Industri“ (DI) ist ihr ein regelrechter Quantensprung gelungen: Danach rangiert die Domstadtkommune in der am Montag veröffentlichten Liste nunmehr auf Platz 34.
Bürgermeister H. P. Geil (Venstre) ist mit diesem Ergebnis zufrieden: „Es ist einem zielgerichteten, intensiven Einsatz geschuldet.“

Haderslebener Hochsprung

Geil hebt die Mitarbeiter der Abteilung „Technik und Umwelt“ hervor. Im Bereich der Bau- und Umweltsachbearbeitung rangiert die Kommune gar auf Platz 14.
„Ein regelrechter Hochsprung von immerhin 29 Plätzen!“
Die Untersuchung des Branchenverbandes basiert auf den Antworten von 75 Unternehmern. Der Haderslebener Wirtschaftsrat HER hat vor Kurzem eine ähnliche Umfrage veröffentlicht und gut 400 Unternehmen der Kommune auf den Zahn gefühlt, was ihre Auffassung von der Wirtschaftsfreundlichkeit Haderslebens angeht.

Spielraum nach oben

„Ich freue mich, dass die Untersuchung von „Dansk Industri“ sich in weiten Teilen mit der HER-Analyse deckt“, so der Venstre-Politiker. Zugleich räumt das politische Oberhaupt der Kommune ein, dass es durchaus Spielraum nach oben gibt. Daran werde gearbeitet, wie Geil versichert.
Im laufenden Jahr ist die Kommune eine Zusammenarbeit mit den übrigen nordschleswigschen Kommunen eingegangen, um die Rekrutierung qualifizierter Arbeitskräfte zu erleichtern. Hadersleben ist somit Teil einer Zusammenarbeit mit Nordschleswig sowie der Dreiecksregion „Trekantområdet“.
Zudem arbeitet die Kommune an der Weiterentwicklung einer Kooperation zwischen Schulen und der örtlichen Wirtschaft (wir berichteten).

Auch, was die Infrastruktur angeht, liegt die Kommune mit Rang 26 weit oben in der Zufriedenheit, ebenso in Sachen Information und Dialog (Rang 38), Gebühren, Steuern und Abgaben (Rang 42). Lediglich beim kommunalen Image scheint es in der Auffassung der Befragten zu hapern: Hier erreicht die Domstadtkommune nur Platz 69.

Mit der Kampagne "Flyt til Haderslev!" wirbt die Kommune um Zuzügler. Foto: Ute Levisen

Am Image hapert‘s

Das Kriterium „Image“ untersucht unter anderem das Vermögen der Kommunen, ihre Attraktivität für neue Bürger und Unternehmen zu erhöhen. Und gerade in diesem Bereich hätten drei der vier nordschleswigschen Kommunen eine Herausforderung, an der es zu arbeiten gelte, sagt der Vorsitzende des DI-Branchenverbandes in Nordschleswig, Hans Olling.
„Es ist ein ungemein wichtiger Schwerpunktbereich – nicht zuletzt, weil die Kommunen davon leben müssen, Zuzügler und Unternehmen anzuziehen. Und die Kommunen müssen dafür Sorge tragen, dass sie auch bleiben.“

Umfassendste Analyse des Landes

Die Untersuchung von DI zur Wirtschaftsfreundlichkeit ist die größte ihrer Art in Dänemark. Fast 7.700 Unternehmen unter dem Dach von DI haben sich beteiligt. In Hadersleben haben 75 Unternehmer den Fragebogen ausgefüllt. In diesen Unternehmen sind 2.553 Arbeitnehmer beschäftigt, was ca. 18 Prozent der privat Beschäftigten in der Kommune entspricht.
93 Kommunen sind untersucht worden. Die fünf kleinsten Kommunen sind nicht darunter, da es dort nicht genügend Unternehmen für die Beantwortung der Fragen gibt.

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