Wikinger

Wikinger mit unendlicher Vision

Wikinger mit unendlicher Vision

Wikinger mit unendlicher Vision

Hadersleben/Woyens
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Gemeinsam mit Repräsentanten von „A78 Arkitekter“ und „7+8“ stellte Claus Ipsen den Projektentwurf vor. Foto: Ute Levisen

Die Ehrenamtlichen der Arbeitsgruppe „Midgaard Vikingecenter“ sind ihrem Traum von einem eigenen Domizil einen Meilenschritt näher gekommen. Ihre Vision ist spektakulär, und laut dem Wikinger-Vorsitzenden würde ihre Umsetzung ein in Nordeuropa einzigartiges Wikinger-Paradies sein.

Eine Reise von 40.000 Kilometern beginnt mit dem ersten Schritt: Davon können die Ehrenamtlichen der Arbeitsgruppe „Midgaard Vikingecenter“ ein Lied singen! Ihre Vision von einem, in Nordeuropa einzigartigen Wikingerzentrum war jahrelang unterwegs, ist in fünf politischen Ausschüssen „gereift“. Jetzt sind sie ihrem Traum einen Meilenschritt näher gekommen.

Im Januar wird ihr Anliegen im Technischen Ausschuss behandelt, und es ist, so sagt man, ganz gewiss: Die Kommune Hadersleben stellt ein ca. 14 Hektar großes Grundstück für den Bau des Zentrums zur Verfügung – vorläufig für 30 Jahre.

Der Projektentwurf ist in sechs Bereiche mit eigenen „Themen“ unterteilt: Begrüßungszentrum, Marktplatz, Grubenhäuser, Ringburg, Werkstätten und ein Wikinger-Friedhof. Alle Bereiche sind durch ein Pfadsystem miteinander verbunden. Foto: A78 /7+8 Arkitekter

Konstruktive Zusammenarbeit mit Architekten

Vor Kurzem stellten Claus Ipsen, Vorsitzender der Wikinger, und Repräsentanten der Architektenbüros „A78 Arkitekter“ und dessen Abteilung „7+8“ , Thorkild Hansen, Mads Hundahl und Jens-Peter Andersen, erste Projektskizzen vor: „Es hat Spaß gemacht, da dieses Projekt etwas ist, was aus dem Rahmen fällt“, sagt Hansen.

Ipsen lobt die konstruktive Zusammenarbeit mit den Architekten, die ihre Wikinger-Vision aufs Zeichenbrett gebannt haben. Läuft alles nach Plan, soll der erste Spatenstich im nächsten Sommer gesetzt werden. Wo, das ist allerdings noch ein Geheimnis, bis die Politiker grünes Licht geben.

Jens-Peter Andersen, Claus Ipsen und Thorkild Hansen mit der Projektskizze vor dem Bodendenkmal bei Woyens Foto: Ute Levisen

Friedhof, Marktplatz, Grubenhäuser und Begrüßungszentrum

In der Tat ist die Vision spektakulär: ein Begrüßungszentrum als Blickfang, eine Beerdigungsstätte, Ringburg, Marktplatz, Werkstätten und Grubenhäuser, in denen man ganzjährig auf Wikinger-Art leben und werkeln kann, dies alles gestaltet in Harmonie mit den natürlichen Gegebenheiten des Standorts und mit einer Eingangspartie, die wie ein Hünengrab anmutet, mit viel Platz rundherum für einen Ausbau: So präsentiert sich das Projekt „Midgaard Vikingecenter“.

„Uns ist durchaus klar, dass wir damit niemals fertig werden“, sagt Claus Ipsen.

Mit dem Projektentwurf in den Händen, werden sich die Wikinger um Fördergelder bei diversen Stiftungen bewerben. Auch das Haderslebener Arbeitsamt Hansborg habe positiv auf das Vorhaben reagiert, das laut Plan ein Beschäftigungsprojekt umfassen soll.

Claus Ipsen erläutert das Vorhaben. Foto: Ute Levisen

Patenschaft für den Grabhügel des Skrydstruper Mädchens

Damit nicht genug: Die Wikinger haben auch die Pflegepatenschaft für das Grab des „Skrydstrup-Mädchens“ (Foto) übernommen. Im Frühjahr laufen dort die ersten Maßnahmen an – mit dem Ziel, das Areal um den Grabhügel ansprechend(er) zu gestalten.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Voneinander lernen“