Kulturfest

„Vand Kant“ an Förde und Schlei

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Karsten Wiesel, Stefan Christensen, Gry Vissing Jensen, Christine Strange und Morten Bennetsen (v. l.) Das Programm für das grenzüberschreitenden Event gibt es online unter trekantfest.dk. Foto: Karin Friedrichsen

„Vand Kant Weekend 18“ ist ein Kulturfest, das Schleswig im Süden und Hadersleben im Norden verbindet. Der Kulturaustausch startet Ende August durch.

Zwischen Hadersleben und Schleswig hat es über die Jahre hinweg viele Gemeinsamkeiten gegeben. Die Städte haben beide einen geschichtsträchtigen Dom und liegen in Wassernähe mit Blick auf Förde bzw. Schlei. Ende des Monats bekommen Hadersleben und Schleswig weitere, grenzüberschreitende Berührungsflächen. Manfred Pakusius und Marno Happ, Veranstalter des neuen nordeuropäischen Festivals „The Nordic Arts Festival“ in Schleswig, knüpften eine Verbindung zur Festwoche von „Trekantområdet“. Daraus entstand das einzigartige Event „Vand Kant Weekend 18“.

Die Veranstaltung wird am Freitag, 31. August, am StreetDome in Hadersleben eingeleitet und gipfelt am Sonnabend, 1. September, mit zahlreichen Veranstaltungen am Haderslebener Hafen. Die Fortsetzung folgt am Sonntag, 2. September, auf den „Königswiesen“ in Schleswig. Im Workshop mit Graffiti-Künstler Tasek, ein Teil des Events, erstellen Jugendliche aus Schleswig und Hadersleben portable Kunstwerke im öffentlichen Raum, deren Entstehung live verfolgt werden kann. In nur drei Stunden erarbeiten die Teilnehmer eines Street Dance Workshop mit Unterstützung des Kopenhagener Breakdancers J. Stickz eine Choreografie, die in beiden Domstädten gezeigt werden soll. Spannend wird es auch, wenn die Gruppe Oakleaf, Teil des Performancegruppe North-Art-Collectiv, auf Stelzen durch die Haderslebener Innenstadt zum Hafen geht, sowie über die Königswiesen in Schleswig wandelt, verspechen die Veranstalter.

Einen Einblick in das Filmprogramm des NORDEN-Festivals bekommen die Besucher auch in Hadersleben. Bei den Kurzfilmen aus Dänemark und Deutschland geht es um Sinnsuchen auf allen Ebenen. Gry Vissing Jensen von der Kommune Hadersleben stellte das Programm, gemeinsam mit den Akteuren Karsten Wiesel, Programmkoordinator vom „Norden-Festival“, Stefan Christensen, Vorsitzender vom Jugendrat in Hadersleben, Morten Bennetsen, Leiter vom StreetDome und Christine Strange, „Trekanten“-Koordinator für Hadersleben, zusammen. Die Teilnahme an den Workshops ist kostenfrei“, so Vissing Jensen.

Erste Sondierungsgespräche für das Event fanden im Herbst 2017 statt. „Wir haben im April grünes Licht für die Finanzierung bekommen. Seitdem wird mit Hochdruck gearbeitet“, so Gry Vissing Jensen.

Der Kulturaustausch über die Grenze scheint facettenreich und lebendig gestaltet. Bei den Workshops werden vier Jugendliche aus Hadersleben und vier Jugendliche aus Schleswig 20 Türen künstlerisch mit Sprühfarbe bearbeiten. Ganz im Sinne der Veranstalter wird nachhaltig gearbeitet: „Ich habe von der Versorgungsgesellschaft Provas 20 ausgediente Türen bekommen“, verriet Vissing Jensen. Öffentlich zur Schau gestellt werden die Werke am Sonnabend gegen 16 Uhr. Danach packen die jungen Künstler ihre Werke ein, und fahren sie nach Schleswig, wo sie als Teil des dortigen Events beim „Norden Festival“ ausgestellt werden. „Es ist das erste Mal, dass wir auf diese Art und Weise zusammenarbeiten. Wir wollen das Miteinander zu den Deutschen fördern, und das Event bei uns in Hadersleben ist gerade aufgrund seines grenzüberschreitenden Elements ein herausragendes Ereignis bei der ,Trekant-Woche 2018“, sagte die Kulturkoordinatorin. Jugendliche, die Interesse an der Teilnahme haben, können sich bei ihr anmelden (grvi@haderslev.dk, Telefon 74341741).

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