Straßenverkehr

Traktoren in Kjelstrup: Die Bürger sind gefragt

Traktoren in Kjelstrup: Die Bürger sind gefragt

Traktoren in Kjelstrup: Die Bürger sind gefragt

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Kjelstrup
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Kjelstrup liegt in Strandnähe. Im Sommer kann das Verkehrsaufkommen auf der Dorfstraße groß sein, auch ohne Landwirtschaftsmaschinen. Foto: Karin Friedrichsen

Der Ausschuss für Plan und Umwelt bittet Kjelstruper um ihre Meinung: Das Durchfahrtsverbot für Traktoren kann nicht ohne Weiteres aufgehoben werden.

Die Mitglieder des Ausschusses für Technik und Umwelt haben sich auf ihrer jüngsten Sitzung mit dem geltenden Durchfahrtsverbot für Traktoren auf der Bygade in Kjelstrup beschäftigt. Die Politiker hatten im November 2018 beschlossen, die Regelung aufzuheben. Um diesen Beschluss umsetzen zu können, forderte die Polizei, dass die Strecke abgesichert wird für die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Fußgänger und Radfahrer waren der Grund dafür, dass das Durchfahrtsverbot vor einigen Jahren verhängt wurde.

Umsetzung kostet rund 81.000 Kronen

Die Verwaltung arbeitete in den vergangenen Monaten mit verschiedenen Lösungsmodellen. Neben der Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt wurde auch angedacht, die Übersichtsverhältnisse an der Kreuzung Kelstrup Bygade und Vilstrup Næsvej zu verbessern, indem Bäume gefällt werden. Außerdem ist geplant, eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h einzuführen. Die Polizei hat ihre Zustimmung zu dem Projekt gegeben.

Die Kommune bearbeitet sowohl Anträge von Landwirten, die das Durchfahrtsverbot aufgehoben haben möchten, als auch von Anliegern, die nicht davon begeistert sind, dass angedacht ist, den Traktoren freie Fahrt zu geben. Die Umsetzung einer Neuausrichtung der Verkehrsregeln würde etwa 81.000 Kronen kosten. Das kommunale Konto für neue Verkehrs-Initiativen, die von Bürgern vorgeschlagen werden, verfügt über 100.000 Kronen. Diese Mittel werden in diesem Jahr für die Umgestaltung der Norderstraße in Hadersleben eingesetzt, weswegen Betriebsmittel gegebenenfalls aus dem Sondertopf für 2020 genommen werden müssten.

Anhörung als Kompromiss-Lösung


„Die Verwaltung hat die Entscheidung zur Sperrung für Trecker getroffen und dabei vergessen, die Politiker zu fragen. Jetzt können wir nicht einfach zurückrudern, weil die Polizei von ihrem Vetorecht Gebrauch machte. Deswegen haben wir einen Kompromiss gemacht und führen eine Anhörung durch“, so Thomas Vedsted (Liberale Allianz), amtierender Vorsitzender von Plan und Umwelt. Das Durchfahrtsverbot bereite, so Vedsted, unter anderem drei Hofbesitzern Kopfzerbrechen, weil sie die Straße nicht nutzen können, wenn sie mit ihren Landwirtschaftsmaschinen zur Feldarbeit fahren wollen.

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