Volksabstimmung

Spuren der Grenzziehung

Spuren der Grenzziehung

Spuren der Grenzziehung

Hadersleben/Haderslev
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Seit Dienstag hat die Ausstellung ein neues Thema und neue Ausstellungsgegenstände. Foto: Ute Levisen

Erst kamen die Soldaten. Am Dienstag hielten Exponate aus der Zeit der Volksabstimmung Einzug in die Apothekerstraße 11 in Hadersleben. In den Räumen über dem Reformationskeller der Domgemeinde sind ab sofort neue Exponate im Rahmen der Pop-up-Ausstellung zum Grenzlandjubiläum zu sehen.

„Spor fra genforeningstiden – Spuren aus der Zeit der Volksabstimmung“ – unter diesem Motto präsentieren Mitarbeiter des kommunalen Museums- und Archivverbandes „Historie Hadersleben“ ihre neueste Ausstellung im Rahmen der sommerlichen Pop-up-Ausstellungen zum Grenzlandjubiläum.

Publikumserfolg

In den Räumen über dem geschichtsträchtigen Reformationskeller gegenüber dem Dom empfangen Anja Usbeck Pedersen und Janne Katrine Frederiksen die Besucher.

Diese kommen zuweilen in Scharen.

Anja Usbeck Pedersen und Janne Katrine Frederiksen (rechts) erläutern Besuchern die Ausstellung. Foto: Ute Levisen

„Die Zahl der Besucher übertrifft unsere Erwartungen“, sagt Frederiksen.

Dank der günstigen Lage der Ausstellungsräume sehen sich viele Touristen die Ausstellung an, wobei nicht alle über die geschichtlichen Hintergründe Bescheid wissen, wie die beiden Mitarbeiterinnen von „Historie Hadersleben“ erzählen.

Ein Quiz für Kinder hilft, Wissenslücken zu schließen – und auch diese Form des Rätselratens mit Belohnung, die unabhängig vom Ausgang ist, kommt gut an.

Vor allem aber kommen viele ältere Menschen, die mit der Geschichte des Landesteils und der Stadt vertraut sind.

In der Ausstellung sind Gegenstände aus der Zeit nach der Grenzziehung zu sehen – wie dieses Haderslebener Plakat. Foto: Ute Levisen

Neue Exponate

Ein Teil der Exponate ist von der vorangegangenen Ausstellung unter dem Titel „Jenserne kommer“ übernommen worden. Viele Exponate sind neu. Unter ihnen ist eine „Wiedervereinigungstischdecke“, ein Service mit Dannebrog, der dänischen Nationalflagge, und diverse Dokumente aus jener Zeit. Nicht zuletzt die ausgestellten Uniformen finden vor allem bei Kindern Anklang.

Motiv einer Tischdecke, das anlässlich der Volksabstimmung entworfen wurde Foto: Ute Levisen

Zwei Ausstellungen im nächsten Jahr

Ursprünglich hatte Archivleiter Bent Vedsted Rønne vier Ausstellungsthemen rund um die Grenzziehung geplant. Die beiden letzten Themen müssen warten. Wegen der Corona-Beschränkungen werden die Ausstellungen erst im nächsten Jahr gezeigt.

Die aktuelle Ausstellung ist noch bis zum 29. August dienstags und donnerstags in der Zeit von 12 bis 16 Uhr zu sehen. Sonnabends ist sie von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Ausstellung ist in den Gebäude über dem Reformationskeller gegenüber dem Dom zu sehen. Foto: Ute Levisen
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