Stadtrat

SP: Wir brauchen eine ganzheitliche Wohnungspolitik

SP: Wir brauchen eine ganzheitliche Wohnungspolitik

SP: Wir brauchen eine ganzheitliche Wohnungspolitik

Hadersleben/Haderslev
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Carsten Leth Schmidt, Schleswigsche Partei Foto: Ute Levisen

An der Siedlungspolitik und an den Ambitionen diesbezüglich scheiden sich die Geister. Carsten Leth Schmidt von der Schleswigschen Partei plädiert für einen ganzheitlichen Siedlungseinsatz. Und dieser darf seiner Meinung nach ruhig etwas kosten.

Die Siedlungspolitik der Domstadtkommune stand auch auf der Stadtratssitzung am Dienstagabend im Mittelpunkt einer angeregten Diskussion. Der Finanzausschuss hatte auf seiner jüngsten Sitzung, wie berichtet, beschlossen, die Kosten für die Erarbeitung einer Strategie seitens einer externen Beratungsfirma zu sparen und stattdessen auf einen konzertierte interne Aktion diesbezüglich zu setzen.
„Wir haben bereits zahlreiche Maßnahmen am Laufen“, wie der Vorsitzende, Bürgermeister H. P. Geil (Venstre), betonte.

Das reicht nicht!

Doch das reicht nicht! – Diese Auffassung vertritt Carsten Leth Schmidt von der Schleswigschen Partei. Für ihn ist das Schlüsselwort Ganzheitlichkeit. Gerade weil es bereits zahlreiche Maßnahmen gebe, bedürfe es einer Übersicht der Lage in der ganzen Kommune. Er könne nicht verstehen, so Leth, dass der Finanzausschuss an der Erarbeitung einer professionellen Strategie sparen wolle und nicht bereit sei, dafür eine vergleichsweise bescheidene Summe abzusetzen.

Daumen runter für sozialdemokratische Initiative

Mit derselben Begründung lehnte Leth Schmidt es ab, eine Mitgliedsinitiative zu unterstützen, die der sozialdemokratische Gruppenchef Henrik Rønnow vor den Stadtrat gebracht hatte. Die Sozialdemokraten fordern darin einen forcierten Einsatz mit Blick auf die zu erwartenden 500 bis 600 Mitarbeiter der Verteidigung, die ihren Arbeitsplatz sowohl in der Kaserne als auch auf dem Luftwaffenstützpunkt in Skrydstrup haben werden.
„Ich kann diesen Vorschlag nicht unterstützen“, betont Carsten Leth Schmidt, „da es meiner Meinung nach einer Übersicht auf die Wohnungssituation und auf die gebotenen Maßnahmen in der ganzen Kommune bedarf.“ Dabei dürfe man den ländlichen Raum nicht außer Acht lassen, wo man den Zuzug ebenfalls ankurbeln wolle.
Darüber hinaus hegten Investoren in den Wohnungsmarkt der Kommune, so Leth, die durchaus berechtigte Erwartung, dass sich ihre Investitionen auch lohnen – und nicht zuletzt – akute Bedürfnisse lösen.
Es bleibt indes bei dem Beschluss, die 200.000 Kronen zu sparen und auf eigene – kommunale – Faust zu arbeiten.

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