Kunst am Wasser

„Schmetterlingsleben“ am Hafen

„Schmetterlingsleben“ am Hafen

„Schmetterlingsleben“ am Hafen

Hadersleben/Haderslev
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Lasse Petersen mit den ersten Schmetterlingen für die Skulptur Foto: Ute Levisen

„Schmetterlingsleben“ – so heißt die Skulptur für den Hafen, an der renommierte Künstler und Kunstenthusiasten gemeinsam mit Schülern arbeiten.

Mitten im Sommerloch hat Lasse Petersen alle Hände voll zu tun. Der pensionierte Lehrer arbeitet gemeinsam mit Schülern, Freunden, Ehrenamtlichen im Kunstverein und renommierten Künstlern an einer großen Skulptur, bestehend aus Schmetterlingen. Am 26. August, 16 Uhr, wird sie aufgebaut. Zwei Tage später, am 28. August, 17 Uhr, findet am Standort, auf der Rasenfläche vor dem Alten Hafenamt, die Vernissage statt. Die Rede hält der Kulturausschussvorsitzende Kjeld Thrane (Konservative).

Installation mit Umweltbotschaft am StreetDome: die Pyramiden aus Plastikabfall Foto: Ute Levisen

„Es ist schön, wenn man endlich Zeit hat, sich nur mit dem zu beschäftigen, was einem gefällt“, sagt Lasse Petersen. Im „Schlepptau“ hat er die ersten Prototypen für die Skulptur. Gestaltet wurden diese zwar von „Erwachsenen“, aber auch Schüler von drei Schulen der Kommune Hadersleben werden an dem Werk werkeln, die im Rahmen von „Trekantområdets Festuge“ hoffentlich viele Besucher anlockt. Denn ihre Botschaft geht uns alle an, wie Petersen nachdrücklich betont: „Sie soll auf das weltweite Insektensterben aufmerksam machen – Insekten, auf die wir dringend angewiesen sind!“

Am vergangenen Wochenende wurden die Pyramiden zu Wasser gelassen. Foto: Lasse Petersen

Gemeinsam mit den Künstlern Felix Pedersen und Bruno Kjær setzt Lasse Petersen das Projekt künstlerisch um. Zehn Meter lang soll das „Schmetterlingsleben“ werden, zwei bis drei Meter breit und etwa dreieinhalb Meter hoch. Vier sind bereits fertig – hundert Schmetterlinge sollen es insgesamt werden.Die Künstler Kjær und Pedersen stellen ihre Werke im Rahmen der kommenden Ausstellung im Alten Hafenamt aus. Was lag näher, als sie zu fragen, ob sie dabei sein wollten?, sagt Lasse Petersen. Ein Jahr lang sei die Idee an der Skulptur in den Köpfen der Beteiligten gereift.

Petersen & Friends

„Der Kunstverein hatte uns schon im vergangenen Jahr gefragt, ob wir etwas machen wollen. Doch es braucht seine Zeit, bis man etwas auf die Beine stellt, womit man schlussendlich auch zufrieden ist“, erzählt Lasse Petersen. Dank der Unterstützung von Schülern der fünften Klassenstufe der Favrdal-Schule, der Schule Sønder Otting und der Hoptruper Schule setzen die Kunstfreunde und die Künstler das Projekt um. Zu Lasse Petersens Helfern zählen dabei Gynther Heuck, das frühere Stadtratsmitglied Holger Eskildsen und Jørgen Seiding.

Drei Wochen lang wird die Riesenskulptur in drei Dimensionen am Hafen zu sehen sein; anschließend wird sie zweidimensional im Innern des Roten Wasserturms aufgebaut, wo sie ein dreiviertel Jahr bleibt. Anschließend, das ist der Plan, wird sie an der Giebelwand eines Hauses angebracht. An welcher, das steht noch nicht fest. „Wenn es sein muss, auch an meiner eigenen. Ich hätte nichts dagegen“, sagt Lasse Petersen. Am vergangenen Wochenende ließ er gemeinsam mit den Künstlern eine weitere Installation mit einer Umweltbotschaft zu Wasser. Im Hafenbecken vom StreetDome sind nun zwei Pyramiden zu sehen – mit Plastetüten beklebte Holzpyramiden. Gefertigt hat sie der Künstler Felix Pedersen aus Plastikabfall, aus Resten von Plastiktüten, die Umweltsünder zu Wasser und zu Land achtlos entsorgen.

Installation mit Botschaft Foto: Ute Levisen
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“