Steuerreform

Schleswigsche Partei bastelt am Barrierenabriss

Ute Levisen
Ute Levisen Lokalredakteurin
Hadersleben/Haderslev
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Carsten Leth Schmidt im Gespräch mit dem früheren Leiter der Sprachschule, Svend Brandt, am UDAY. Foto: Ute Levisen

Sprachbarriere nach Steuerreform für EU-Bürger: Carsten Leth Schmidt in Verhandlungen über Alternativen.

„Es wird an einer alternativen Lösung gearbeitet!“ – Carsten Leth Schmidt, Stadtratspolitiker der Schleswigschen Partei (SP), hat die Sprachschul-Barriere, die nach der Steuerreform im Februar auf dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt entstanden ist, auf die politische Tagesordnung gesetzt. Wie berichtet, müssen Arbeitnehmer aus der EU, Zuzügler und Grenzpendler seit dem Sommer dieses Jahres für einen Sprachkurs an der Haderslebener Sprachschule beispielsweise tief in die eigenen Taschen greifen (wir berichteten). 12.000 Kronen kostet ein kompletter Kursverlauf. Entsprechend gesunken ist u. a. aufgrund dessen die Nachfrage in der Sprachschule. Eine halbe Million Kronen soll daher im Bereich Sprachschule im Kommunaletat gekürzt werden. Am Montag hatte Leth Schmidt zu einer Gesprächsrunde mit Bürgermeister H. P. Geil (V) und Venstre-Gruppenchef Allan Emiliussen eingeladen. Dabei war auch der Direktor des AOF Syd, Peter Thode Loft.

Laut Leth Schmidt wird in Erwägung gezogen, einen Teil des nicht benötigten Geldes auf einem Konto zu deponieren, das wiederum vom Wirtschaftsrat HER verwaltet werden könnte. Sprachanfänger hätten somit die Möglichkeit, einen Dänisch-Grundkurs beantragen zu können, der für sie dank künftiger kommunaler Förderung kostenlos wäre.

Damit wiederum könnten sie sich für einen weiterführenden Kurs im Rahmen der vorbereitenden Erwachsenenbildung (FVU) des AOF qualifizieren. „Das ist ein Lösungsansatz, an dem wir zur Zeit arbeiten“, sagt der SP-Politiker, der sich erfreut darüber zeigt, dass zeitnah eine Regelung gefunden werden kann, mit der die Sprachbarriere aufgrund der Neuregelung in der Steuerreform gemildert wird. Interessant ist vor diesem Hintergrund, dass der Sprachunterricht in Hadersleben, verglichen mit der Nachbarkommune Apenrade, im Durchschnitt 35 Prozent teurer ist. Schmidt: „Es ist daher kein Luxus, wenn hier noch ein wenig an der Preisschraube gedreht wird.“

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