Energie

Politische Debatte: Bebauungspläne für Fotovoltaik-Anlagen

Politische Debatte: Bebauungspläne für Fotovoltaik-Anlagen

Politische Debatte: Bebauungspläne für Fotovoltaik-Anlagen

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Solaranlage am Fernwärmewerk in Woyens/Vojens Foto: Karin Riggelsen

Ideen und Vorschläge für die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie werden diskutiert. Der Ausschuss für Plan und Umwelt will übergeordnete Richtlinien beleuchten.

Die Haderslebener Kommune hat über einen längeren Zeitraum Eingaben von Projektentwicklern angenommen, die untersuchen, ob es möglich ist, größere Fotovoltaik-Freiflächenanlagen im ländlichen Raum zu bauen.

Erster Schritt: Grundsätze klären

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses haben sich auf ihrer jüngsten Sitzung mit dem Thema beschäftigt und einen entsprechenden Planungsprozess für einen Zusatz im Kommunalplan 11-2017 befürwortet.

Der Planungsprozess ist auch Tagesordnungspunkt des Stadtrates am 26. Mai. Die Ausschussmitglieder unterstreichen in ihrer Empfehlung an den Finanzausschuss und den Stadtrat, dass sie sich dafür einsetzen, dass als erster Schritt die Grundsätze für die Platzierung von Anlagen geklärt werden. Anschließend könnten konkrete Vorschläge für die Platzierung und Kriterien für die Wartung möglicher Freiflächenanlagen, in denen die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie mittels Solarzellen vollzogen wird, auf den Tisch kommen.

Der Stadtrat hat die Entscheidungskompetenz.

Ausführungskriterien festlegen

Ziel der Planungsarbeit sei es, wesentliche Ausführungskriterien festzulegen. Die Kriterien dienen der Kommune als Grundlage für die Bewertung für den Bau und den Betrieb eventueller Fotovoltaik-Anlagen, die eine Größe von einem Hektar bis zu mehr als 100 Hektar haben können, schreibt die Verwaltung im Sachverhalt.

Aufgrund ihrer Größe wird häufig vorausgesetzt, dass sie auf Ackerland gebaut werden. Interessen von Anliegern und örtlichen Gemeinschaften, so die Darstellung der Verwaltung, müssten abgewogen werden gegen den Klima- und Umweltgewinn, den Fotovoltaik-Anlagen mit sich führen könnten.

Zusatz gibt neue Möglichkeiten

Mit einem Zusatz zum Kommunalplan bekomme die Kommune Instrumente in die Hand, um eine Gewichtung vorzunehmen. Die Kommune habe damit auch die Möglichkeit, Bauherren ihr Interesse an dem Bau von Sonnenenergieanlagen zu signalisieren.

Stimmt der Stadtrat der Planungsarbeit zu, wird diese in die Anhörung geschickt.

Solarstrom am Fernwärmewerk in Woyens beliefert zahlreiche Haushalte. Foto: Karin Riggelsen
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„A- und B-Kinder“