Karneval

Party im Park: „Das wird ein schöner Tag“

Party im Park: „Das wird ein schöner Tag“

Party im Park: „Das wird ein schöner Tag“

Hadersleben/Haderslev
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Annette Latsch ist wie Carsten Worch in der Arbeitsgruppe aktiv. Foto: Ute Levisen

Auch wenn zwei Jahre Corona-Pause Spuren hinterlassen haben: Carsten Worch von der Arbeitsgruppe Karneval freut sich, dass sich an diesem Dienstag fast 600 Kinder in Schale geworfen haben – bereit für den großen Umzug durch die Stadt: „Das wird ein guter Tag.“

Das Wetter war wie von Worch bestellt: Carsten Worch, langjähriges Mitglied der Arbeitsgruppe Karneval, blickt an diesem Dienstagmittag gen Himmel und freut sich: „Mit dem Wetter haben wir viel Glück gehabt.“

Carsten Worch (rechts) führt den Umzug an. Foto: Ute Levisen

Wenigstens etwas. Auch wenn sich zwischen 500 und 600 Kinder aus Schulen und Betreuungseinrichtungen zum großen Karnevalsumzug, dem ersten seit zwei Jahren, im Haderslebener Dammpark eingefunden haben: Vor Corona seien es nahezu 1.000 gewesen.

Die „Heart Beat Group" heizte dem kleinen Publikum ein. Foto: Ute Levisen

Coronamüde

„Ich glaube, es herrscht immer noch eine Corona-Überdrüssigkeit“, mutmaßt Worch. Er und seine vier Mitstreiterinnen und Mitstreiter in der Arbeitsgruppe Karneval haben keine Mühen gescheut, der Faschingstradition neues Leben einzuhauchen. Der Arbeitsgruppe steht ein sechsköpfiges, ehrenamtliches Team zur Seite.

Stets gut gelaunt: Entertainer Peter Vollstedt Foto: Ute Levisen

Die Helferinnen und Helfer schuften zwar „umsonst“ und gern für den guten Zweck. Dennoch: Eine Karnevalsparty sei nicht kostenlos: „Schätzungsweise 50.000 Kronen kostet so ein Fest.“

Auch die Betreuerinnen und Betreuer trugen fantasievolle Outfits. Foto: Ute Levisen

Keine kostenlose Kostümparty

Umso mehr freut sich Organisator Worch darüber, dass die Brauerei Royal Unibrew/Fuglsang, Spar Nord Fonden sowie „Kultursamvirket“ in Hadersleben Spendierhosen anhaben und dem Fest finanziell unter die Arme greifen: „Das ist fantastisch! Ohne diese Unterstützung könnten wir den Karneval nicht auf die Beine stellen“, sagt Carsten Worch.

Seifenblasen und herrliche Kostüme: Zum Karneval stand der Dammpark Kopf. Foto: Ute Levisen

Selbst hat Worch seine Familie eingespannt: Schwiegersohn und Sohn packen an diesem Donnerstag kräftig mit an, um den Karneval zu einem Fest für die gesamte Kommune zu machen.

Heiße Rhythmen im Sonnenschein

Für Stimmung sorgt unterdessen Worchs Kollegin Annette Latsch auf der Bühne im Park: In ein kunterbuntes Kostüm gewandet, heizt sie dem kleinen Publikum ein. Unterstützt wird sie dabei von dem stets wohlgelaunten Schlagzeuger Peter Vollstedt von der Partyband „Top Seven“ und dem Ensemble „Heart Beat Group“. Sie geben schon vor dem großen Umzug durch die Domstadt eine Kostprobe ihres Könnens.

Die Gäste vom Stelzentheater begeisterten die Schaulustigen. Foto: Ute Levisen

Stelzenkunst aus Deutschland

Apropos: Können! Auf Stelzen Haltung zu bewahren und sich dann auch noch in schwindelerregender Höhe fortbewegen – das will ebenfalls gelernt sein. Zwei Könner ihres Fachs hat sich das Organisationsteam aus Deutschland geholt: „Das Stelzentheater aus Deutschland gehört seit Jahren zu unserem Programm. Die sind echt gut“, schwärmt Worch.

In der Tat kommen die beiden riesigen, schrägen Vögel, deren Köpfe den Umzug um ein paar Meter überragen, gut an – und sorgen an diesem Tag für zusätzliche Gaudi in der gut besuchten Innenstadt.

Auch die Kleinen sind bereits auf den Besuch der Tour de France eingestellt. Foto: Ute Levisen
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