Sozialstätte

Parasollen bringt Sozialfürsorge in den ländlichen Raum

Parasollen bringt Sozialfürsorge in den ländlichen Raum

Parasollen bringt Sozialfürsorge in den ländlichen Raum

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Koordinatorin Birgit Axelsen (l.) und die angehende Sozialarbeiterin Christina Sørensen fahren zweimal wöchentlich über Land. Foto: Karin Riggelsen

In Zeiten von Corona helfen Mitarbeiter der Sozialstätte an der Lavgade Bürgern damit, akute Probleme zu lösen. Zwei Teams sind zweimal wöchentlich unterwegs.

Der „Christliche Verein Junger Menschen“ (CVJM, dänisch: KFUM) hat anlässlich der Corona-Pandemie 3,7 Millionen Kronen für zusätzliche Sozialarbeit bereitgestellt. Die Sozialstätte Parasollen ist ein Teil der christlichen Organisation, und die Sozialstätte intensiviert ihre Arbeit außerhalb des Hauses.

Projekt läuft bis 15. Juli

Lene Margård Pedersen, Leiterin der Sozialstätte, berichtet, dass zwei Parasollen-Teams zweimal wöchentlich über Land fahren. „Wir haben zwölf Bestimmungsorte“, erzählt Lene Margård Pedersen. Die Stiftung „TrygFonden“ und die Volksküche „FødevareBanken“ unterstützen das Projekt mit Geld und kostenlosen Mahlzeiten. Margård Pedersen sagt, dass das Angebot bis zum 15. Juli fortgesetzt wird.

Parasollen-Leiterin Lene Margård Pedersen und Nutzer Gunnar Østergaard Foto: Karin Riggelsen

Teams besuchen Randgebiete

„Uns stehen zwei Autos zur Verfügung. Zur Grundausstattung der beiden mobilen Sozialstätten gehören Gartenmöbel, Thermoskannen mit Kaffee, Kuchen und Desinfektionsmittel“, erzählt Margård Pedersen. Bürger, die in Verbindung mit der Corona-Krise keine Möglichkeit haben, Sozialstätten, humanitäre Organisationen oder kommunale Treffpunkte anzusteuern, können die Streetworker-Teams in ihrem eigenen Umfeld besuchen.

In ihren Fahrzeugen haben die Hilfsarbeiter auch Spielzeug, Bücher und Kleidung verstaut. Diese Sachen sind größtenteils von Unternehmen und Bürgern gesponsert worden.

Angebot spricht sich herum

Koordiniert wird das Projekt von Parasollen-Mitarbeiterin Birgit Axelsen. „Wir sind seit 23. April unterwegs. Das Angebot spricht sich herum. Wir konnten bereits viele Kontakte knüpfen“, freut sich Axelsen.

Mit jemandem reden

„Die Bürger, die uns kontaktieren, sind unterschiedlichen Alters. Es gibt Menschen, die sehr unter der Corona-Krise leiden und mit der Angst kämpfen, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt“, sagt Birgit Axelsen. Aufgrund der Kontaktsperre und Einschränkungen in der Heimhilfe sei der Bedarf dafür, mit jemandem zu reden, zugegen, hat Axelsen erfahren. Besteht der Bedarf, sind die Teams flexibel und führen Hausbesuche durch.

Ehrenamtler Rasmus Hejsel und Parasollen-Mitarbeiterin Elli Kragh fahren auch über Land. Foto: Bildschirmfoto Parasollen

Die Routen sind folgendermaßen festgelegt:

Team Birgit Axelsen:
Dienstags: 10-11 Uhr: Kaufmannsladen in Sommerstedt/Sommersted; 12-13 Uhr: Parkplatz am Pastorat in Nustrup; 14-15 Uhr: Rathauszentrum in Woyens/Vojens.

Team Elli Kragh:
Dienstags: 10-11 Uhr: Kaufmann in Ösby/Øsby; 12-13 Uhr: Wohnviertel Varbergparken in Hadersleben; 14-15 Uhr: Wohnviertel Skovvænget in Hadersleben.

Team Birgit Axelsen:
Donnerstags: 10-11 Uhr: Warenhaus ABC Lavpris in Gramm/Gram; 12-13 Uhr: Min Købmand in Arnum; 14-15 Uhr: Kaufmann in Beftoft/Bevtoft.

Team Elli Kragh:
Donnerstags: 10-11 Uhr: Dagli' Brugsen in Sjölund/Sjølund; 12-13 Uhr: Dagli'Brugsen in Heils; 14-15 Uhr: Let-Køb in Fjelstrup.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Voneinander lernen“