Kulinarisches

Medaillenregen für Haderslebener Würstchen

Medaillenregen für Haderslebener Würstchen

Medaillenregen für Haderslebener Würstchen

Hammeleff/Hammelev
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Die Auszeichnung der Jubiläumsringreiterbratwürste bedeutet dem Schlachtermeister aus Hammeleff zwischen Woyens (Vojens) und Hadersleben (Haderslev) besonders viel. Foto: Pressefoto

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16 von 16 möglichen Medaillen – das ist die Bilanz, mit der Schlachter Lampe aus Hammeleff bei Hadersleben von der Internationalen Leitmesse der Fleischwirtschaft in Frankfurt am Main zurückkehrt.

„Das ist eine starke Momentaufnahme einer messerscharfen Produktion“, sagt Schlachtermeister Steen Lampe in einer Pressemitteilung. Eine internationale Fachjury hat kürzlich auf der Internationalen Leitmesse für Fleischwirtschaft (IFFA) in Frankfurt am Main 15 Produkte des Hammeleffer Traditionsunternehmen mit der Goldmedaille ausgezeichnet.

Darüber hinaus gab es für den Familienbetrieb in dritter Generation eine Silbermedaille sowie den Ehrenpokal. „Hier bei Schlachter Lampe kommen wir täglich zur Arbeit, um Qualitätswürste herzustellen, und wir sind sehr stolz auf das Ergebnis“, sagt Steen Lampe, der in diesem Kontext auch sein Schlachterei-Team nicht unerwähnt lassen wollte. „Ein großes Lob an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die täglich dafür sorgen, dass die Qualität stimmt.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Schlachtermeister Steen Lampe (l.) und sein Geschäftspartner Rene Tarp mit zahlreichen Medaillen für ihre Arbeit ausgezeichnet wurden. Foto: Ute Levisen

Neue Kreationen und alte Rezepte

Auf der Messe in Frankfurt ist eine große Bandbreite der Produkte aus dem Hause Lampe prämiert worden, darunter auch die Jubiläumsringreiterbratwurst, die der Schlachtermeister anlässlich des 80-jährigen Firmenbestehens entwickelt hat. Die Auszeichnung dieser Wurst sei für ihn daher von besonderer Bedeutung, sagt Lampe und fügt grinsend hinzu: „Hier ist das Verhältnis aus Kräutern und Fleisch aber auch einfach richtig gut getroffen.“

Doch nicht nur die Neukreationen des Metzgermeisters hatten es der Fachjury angetan. Auch Traditionsrezepte wie die „Krosalami“ konnten sich bei dem Wettbewerb durchsetzen. „Natürlich bedeutet es viel, dass wir das Fleischerhandwerk am Leben erhalten können und weiterhin eine Goldmedaille für die Krosalami bekommen, die noch aus der Zeit meines Großvaters stammt“, so Lampe.

Seit 1939 besteht das Familienunternehmen aus Hammeleff, das mittlerweile in dritter Generation geführt wird. Foto: Ute Levisen

Qualitätssicherung

Dass er mit seinen Produkten regelmäßig an Wettbewerben teilnimmt, habe einen einfachen Grund: „Wir nutzen die Fachwettbewerbe, um auf die Qualität zu achten und neue Produkte zu testen. Das ist ein wichtiger Teil des Entwicklungsprozesses hier in der Wurstfabrik und motiviert mich auch, den Standard zu halten und neue Produkte zu entwickeln.“

Getestet und für gut befunden wurde auf der IFFA auch die neue Wurstserie aus dänischem Hühnerfleisch, die – sehr zum Bedauern des Schlachters – in diesem Jahr keinen guten Start in den Supermärkten hatte. „Die Geflügelprodukte waren dieses Jahr schwer in die Supermärkte zu bekommen, was sehr ärgerlich ist. Noch nie zuvor haben wir so viele Verbraucheranfragen zu einem Produkt bekommen, nachdem es in den Geschäften aus dem Sortiment genommen wurde.“

Doch Abhilfe sei schon auf dem Weg, sagt Lampe. Die Würste aus Hühnerfleisch werden auch in dem neuen Webshop verfügbar sein, der nach den Sommerferien online gehen soll.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Ein Leck in unserer Gesellschaft“