Sozialpolitik

Maßgeschneiderte Hilfe für „Menschen auf der Bank“

Maßgeschneiderte Hilfe für „Menschen auf der Bank“

Maßgeschneiderte Hilfe für „Menschen auf der Bank“

Hadersleben/Vejle
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In Hadersleben lebt eine Gruppe von Menschen, die es besonders schwer hat. Ihr soll künftig mit maßgeschneiderten Angeboten geholfen werden, sagt Holger Mikkelsen. Foto: Ute Levisen

Hadersleben und die Region Süddänemark tun sich zusammen, um „Menschen auf der Bank“ das Leben zu erleichtern. Denn in der Kommune Hadersleben gibt es eine Gruppe von Bürgern mit psychischen und sozialen Problemen, die eine helfende Hand gebrauchen können.

Die Region Süddänemark und die Kommune Hadersleben beginnen im Laufe des Frühjahrs eine neue Form der Zusammenarbeit. Diese läuft darauf hinaus, Bürgern mit sozialen, psychischen und anderen gesundheitlichen Problemen die Hilfe angedeihen zu lassen, derer sie bedürfen.

In der Domstadtkommune lebt nach Angaben der Region eine Gruppe von Menschen – in einer Pressemitteilung wird sie als „Menschen auf der Bank“ bezeichnet –, die es in dieser Hinsicht besonders schwer hat.

Zwischen den Stühlen

„Es kommt nicht selten vor, dass Bürger beim Wechsel zwischen regionalen und kommunalen Angeboten zwischen die Stühle fallen“, sagt der Vorsitzende des kommunalen Erwachsenenausschusses, Holger Mikkelsen (Venstre), in einem Gespräch mit dem „Nordschleswiger“. Diesen Menschen mit maßgeschneiderten Angeboten auf die Beine zu helfen – das sei Anliegen der neuen Partnerschaftsvereinbarung zwischen Region und Kommune.

Maßgeschneidertes Angebot

Die Angebote für diese Gruppe sollen künftig zwischen Kommune und Region koordiniert und auf die individuelle Situation der Betroffenen abgestimmt sein. Denn, auch das macht Mikkelsen deutlich, bei dieser Gruppe handelt es sich um Menschen mit komplexen Problemstellungen. Das können neben psychischen Herausforderungen beispielsweise Obdachlosigkeit, soziale Ausgrenzung und Missbrauchsprobleme sein. Oder alles zusammen.

Fester Ansprechpartner

In Zukunft bekommen diese Bürger einen festen Ansprechpartner, der für die Koordinierung der Maßnahmen zuständig sein wird und zugleich überprüft, ob der Einsatz die gewünschte Wirkung hat.

Holger Mikkelsen betont, dass es sich bei dieser Kooperation nicht um ein politisches Projekt handelt: Die Initiative dazu sei aus den schweren Lebenssituationen heraus entstanden, in welchen sich diese Bürger befinden.

Teil der Psychiatrie-Strategie

Noch ist unklar, wo die neue Organisation in Hadersleben beheimatet sein wird. Die Vereinbarung, für die der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung grünes Licht gab, ist eine Erweiterung der Psychiatrie-Strategie der Region und der Gesundheitszusammenarbeit zwischen den süddänischen Kommunen und der Region Süddänemark aus dem Vorjahr.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Mutiges Museum“