Deutsche Minderheit

Lotto der Renner in Mölby

Lotto der Renner in Mölby

Lotto der Renner in Mölby

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Mölby/Mølby
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Susan Kock spielte erneut Lotto. Foto: Karin Friedrichsen

In der ehemaligen deutschen Schule in Mölby ist am Wochenende Lotto gespielt worden. Die Paten aus Bad Bramstedt waren wie gewohnt dabei und Stefan Brumm nutzte die Gelegenheit, um sich den Mölbyern vorzustellen.

Eine vierköpfige Delegation von der Patenschaft in Bad Bramstedt ist zum Abendbrot zur deutschen Minderheit nach Mölby gekommen. Neben dem CDU-Fraktionsvorsitzenden und Stadtverordneten Stefan Brumm kamen auch dessen Vorgänger im Amt, Werner Weiß, sowie der ehemalige Realschuldirektor Jürgen Wiese und Frau Anni Wiese aus Kiel in die ehemalige Deutsche Schule Mölby. Inge-Karin Deichgräber Hommelhoff, Vorsitzende des Sommerstedter Schulvereins, und Hans-Iver Kley, Ortsvorsitzender des BDN (Bund Deutscher Nordschleswiger), begrüßten die Gäste im Kindergartenraum. Belegte Brote und angeregte Gespräche ließen die Zeit zum Beginn des Lottospiels schnell vergehen.

Brumm kommt zum Antrittsbesuch bei den Mölbyern

Für Stefan Brumm (58) war es der Antrittsbesuch bei den Mölbyern. Werner Weiß hatte nach vielen Jahren politischer Tätigkeit bei der diesjährigen Kommunalwahl nicht kandidiert. „Ich habe gemeint, alt genug zu sein, um in den Ruhestand zu treten“, erklärt Weiß. Brumm folgte ihm im Amt. Stefan Brumm wurde außerdem die Kontaktpflege zu der deutschen Minderheit in Mölby für eine sechsjährige Periode anvertraut. Er habe das innere Verlangen gehabt, nach Mölby zu kommen, um „diese hochgelobte Partnerschaft zu feiern und am Leben zu erhalten“, sagt Brumm. „Es war eine ganz herzliche Aufnahme. Wir haben von Anfang hier am Tisch gemeinsam gelacht und gescherzt“, freut sich der Fraktionsvorsitzende.

Werner Weiß und seine Frau Gabriele Weiß sagten, dass sie auch in Zukunft gerne nach Mölby kommen wollen.Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach (FDP-Mitglied) nahm nicht am Lottospiel teil. Kütbach hatte, nach knapp 18 Jahren im Amt, keine Wiederwahl erreicht bei der Stichwahl zum Bürgermeisteramt am 21. Oktober. Seine Nachfolgerin, Verena Jeske, wird im Februar 2019 ins Amt eingesetzt. „Wir werden bestimmt Frau Jeske einladen uns, nach Mölby zu begleiten“, so Brumm. Werner Weiß fügte hinzu, dass Noch-Bürgermeister Kütbach möglicherweise an der Weihnachtsfeier in Mölby am 15. Dezember teilnimmt, um sich offiziell zu verabschieden.

Hauptgewinn bleibt in Nordschleswig

Hans Christian Lorenzen hatte das Lottospiel vorbereitet. Es waren erneut viele Spenden zusammen gekommen. Von einem großen Geschenkkorb, über Enten mit Rotkohl, bis hin zu Forellen und knackigen Äpfeln.

Den Hauptgewinn, der Korb mit Leckereien, teilte sich letztendlich Inge-Karin Deichgräber Hommelhoff mit ihrem Mann Jens-Peter Hommelhoff, den beide riefen gleichzeitig Pott. „Ich besuche meine Familie.

Lottospiel weckt Erinnerungen

Es ist toll, dass es Leute gibt, die sich engagieren und unsere Versammlungsstätte am Leben erhalten. Hier habe ich den Kindergarten besucht und stand bei Weihnachtsfeiern auf der Bühne“, sagt Susan Kock.

Die 45-Jährige lebt mit Mann und drei Kindern in Frankfurt, wo sie bei einem amerikanischen Unternehmen als Marketingdirektorin arbeitet.

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