Challengetour

„Løkkefondens Challengetour“: 16 Haderslebener radeln mit

„Løkkefondens Challengetour“: 16 Haderslebener radeln mit

„Løkkefondens Challengetour“: 16 Haderslebener radeln mit

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Emil Køpke zusammen mit Jeppe Klein Jensen (l.) und Lars Bo Rasmussen. Jeppe Klein Jensen ist Radrennfahrer. Er begleitet das Projekt zusammen mit Radrennfahrer Jeppe Tolbøll. Foto: Karin Friedrichsen

Jungen Männern am Rande der Gesellschaft Selbstbewusstsein vermitteln, das war für den früheren Staatsminister Løkke Rasmussen der Beweggrund dafür, eine Stiftung zu gründen. In diesem Jahr sind erstmals Haderslebener mit auf der Radtour durch Dänemark.

Auf dem Standort des „Falck“-Rettungsdienstes hat es am Montagvormittag viel Bewegung gegeben. Das Gelände in der Südstadt war Treffpunkt des Teams aus Hadersleben, das an der „Challenge Tour“ vom „Løkkefonden“ teilnimmt.

16 junge Männer aus Hadersleben radeln mit

Der frühere Staatsminister Lars Løkke Rasmussen (Venstre) rief die Stiftung vor sieben Jahren ins Leben. Der Toppolitiker will Jugendlichen, die sich beispielsweise mit sozialer Isolation, psychischen Problemen und Arbeitslosigkeit herumschlagen, einen Rückhalt geben.

Durch intensives Training sollen die Jugendlichen für Herausforderungen im Arbeitsleben und auf privater Ebene sensibilisiert werden. Die Projektdauer ist auf vier Monate festgelegt. In Hadersleben ist es gelungen drei der 21 Teilnehmer, die an den Start gingen, auf dem Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Intensives Trainingsprogramm

„Hadersleben hat erstmals ein Team gebildet“, erzählt Projektleiter und Mentor Lars Bo Rasmussen. Er begleitet das Team gemeinsam mit Bjarne Gehrt und Jacob Skovgaard.

„Wir haben zunächst Radtraining im Studio gemacht. Danach haben wir unser Training nach draußen verlegt“, so Rasmussen. Die Radrennräder werden von der Stiftung, die die Tour finanziert, zur Verfügung gestellt. „Wir werden an fünf Tagen 500 Kilometer in Dänemark zurücklegen. Lars Løkke Rasmussen begleitet uns“, so Lars Bo Rasmussen.

Unterstützung ist erwünscht

Bo Rasmussen ist Lehrer und er hilft seinen Schülern bei der Berufswahl. Auf Teilzeitebene arbeitet er als Feuerwehrmann für „Falck“. „Das mit der ,Challengetour‘ ist alles auf ehrenamtlicher Ebene“, erläutert er.

Er bewarb sich im Spätsommer 2018 bei der Stiftung zwecks Gründung eines Teams. „Ich habe im November grünes Licht bekommen. Seitdem gab es viel zu tun. Falls es uns gelingt, 2020 mitfahren zu dürfen, würden wir uns über Unterstützung von Sponsoren vor Ort freuen“, sagt Rasmussen.

22 Jugendliche gingen an den Start

Von den 22 Jugendlichen, die zum Projektauftakt angemeldet waren, nehmen 16 an der Tour teil. Um die Fahrt durchführen zu können, müssen die Jugendlichen Willensstärke und Mut beweisen, sagt Lars Bo Rasmussen.

Der Startschuss für die Tour fiel Montagnachmittag in Kolding. Am Dienstag fährt die Karawane über Apenrade nach Sonderburg. Ein Zwischenstopp wird um 11.40 Uhr auf der Falck-Station in Hadersleben eingelegt.

Emil Køpke nimmt die Herausforderung an. Er freut sich auf die Tour mit dem Rennrad durch Dänemark. Foto: Karin Friedrichsen

Neuen Lebensmut geschöpft

Der 16-jährige Emil Køpke stammt aus Skive. Seit vier Jahren wohnt er in einer Internatsschule bei Aarösund. „Ich bin gemobbt worden. Deswegen kam ich in die Internatsschule.

Die ,Challengetour‘ hat mir neuen Lebensmut gegeben. Ich habe viele neue Freunde bekommen“, sagt der Jugendliche. Der Freizeit-Radler aus Hadersleben will sich anstrengen, damit er die Tour durchzuführen kann. Insgesamt nehmen 60 Fahrer aus ganz Dänemark an der Tour teil.

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