Wahltreffen

Leth Schmidt zum Treff mit Senioren

kef/lev
Woyens/Vojens
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SP-Spitzenkandidat Carsten Leth Schmidt saß im Konferenzsaal auf dem Podium zusammen mit 12 weiteren Kandidaten. Foto: Karin Friedrichsen

Ældre Sagen lud ein zum Wahltreffen in der SE Arena: 115 Teilnehmer und 13 Politiker diskutierten fast drei Stunden aktuelle Themen.

Der Haderslebener Ortsverein von „Ældre Sagen“ hatte zu einer Wahlveranstaltung in der SE Arena in Woyens eingeladen: 115 Teilnehmer und 13 Politiker waren der Einladung im Vorfeld der Kommunalwahl am 21. November gefolgt. Alle Parteien – bis auf „Det Sorte Register“ – waren auf dem Podium vertreten, dessen Gesprächsrunde die stellvertretende Ratsvorsitzende in Gramm, Anni Hansen, eröffnete. Die Politiker hatten zuvor einen Fragenkatalog bekommen, der Punkt für Punkt abgearbeitet wurde. Fast drei Stunden stand das Thema Seniorenpolitik im Mittelpunkt, und die 115 Teilnehmer, vorwiegend älteren Jahrgangs, hörten interessiert zu.

Carsten Leth Schmidt, Spitzenkandidat der Schleswigschen Partei (SP), freute sich über das Interesse der Bürger: „An so einem Abend wird deutlich, wie wichtig unsere Herangehensweise an die Politik ist. Wir hören, was sich vor Ort tut!“ Für ihn sei Bürgernähe wichtig, betonte der SP-Politiker – und er wolle sich für eine breite politische Zusammenarbeit starkmachen. Weniger Bürokratie solle es geben, damit vor allem in der Betreuung dementer Bürger in höherem Maße als bisher „warme Hände“ zum Einsatz kommen, ginge es nach Leth.

Gemische Wohnformen

Gemischte Wohnformen, dank derer gerade ältere Bürger in Geborgenheit leben können, allein oder mit Angehörigen, diese flexible Form des Wohnens im dritten Lebensalter priorisiere er. Die Zusammenarbeit der nordschleswigschen Kommunen, auch mit „Trekanten“ sowie den Kommunen südlich der Grenze, solle zum Zweck eines kontinuierlichen Erfahrungsaustausches intensiviert werden. Hohe Priorität genießt in den Augen Leth Schmidts nicht zuletzt die Arbeit von Ehrenamtlichen. Jüngst ist es SP-Stadtratspolitiker Uwe Jessen gelungen, die Vereinsarbeit mit einer Million Kronen zu fördern.
„Ab 2018 bekommen Vereine einen Zuschuss für alle Mitglieder ab dem 65. Lebensjahr. Unser ursprünglicher Wunsch war es in Verbindung mit dem Etat, zwei Mio. Kronen dafür abzusetzen. Die Hälfte hat man uns zugebilligt, wobei wir offene Türen eingerannt sind“, so Leth Schmidt.

Seiner Meinung nach gebe es für diese Art der Unterstützung von ehrenamtlicher Vereinsarbeit keine „Präzedenz“: „Dies ist eine neue Idee, wie man freiwillige bzw. präventive Arbeit unterstützen kann. Wir hoffen, dass dies Vereine motiviert, sich verstärkt älterer Mitbürger anzunehmen. In Bezug auf die Vorbeugung von Krankheiten, aber auch beim Netzwerken ist das sehr wichtig“, unterstreicht Leth Schmidt:

Aktives Vereinsleben

„Ein aktives Vereinsleben ist eine wertvolle Freizeitbeschäftigung und trägt letztendlich dazu bei, dass Senioren ein erfülltes Leben erfahren.“
Vagn Meck, der stellvertretende Vorsitzende von Ældre Sagen in Hadersleben sowie seniorenpolitischer Koordinator, zog eine positive Bilanz unter diesen Wahlabend im Zeichen der Seniorenpolitik: „Es war ein guter Abend. Die Teilnehmer sind aus der ganzen Kommune gekommen, und die Politiker wollten auch gern Flagge zeigen.“

Als Mitglied des kommunalen „Innovationsråd for demens“ findet Meck es gut, dass die Politiker sich mit Demenzerkrankung und der Lebensqualität betroffener Bürger und deren Familien auseinandersetzten. Hadersleben hat sich vorgenommen, „demenzfreundliche Kommune“ zu werden. Für den Vortragsabend am 31. Oktober im VUC Syd zum Thema musste die Kommune sogar eine Warteliste anlegen.

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