Deutsche Schule Hadersleben

Legatsempfängerin: „Ich möchte meine Chancen nutzen”

Legatsempfängerin: „Ich möchte meine Chancen nutzen”

Legatsempfängerin: „Ich möchte meine Chancen nutzen”

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
Zuletzt aktualisiert um:
Klassenlehrerin Ingrid Kiersch (l.) und Legatsempfängerin Nele Schulze Foto: Karin Friedrichsen

Zum Abschied von der Schule ist eine Neuntklässlerin mit einem Legat ausgezeichnet worden. Die junge Silleruperin hat sich dem Schwimmsport verschrieben.

Bei der Entlassungsfeier für die Neuntklässler der Deutschen Schule Hadersleben (DSH) ist Nele Schulze mit dem „Boy Erichsen und Ruth Vogelgesang Legat“ ausgezeichnet worden. Frauke Candussi, die das Legat vor vier Jahren zusammen mit ihrer Tochter Ruth Maria Candussi stiftete, konnte wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nicht an der Feier teilnehmen. Stattdessen überreichte Klassenlehrerin Ingrid Kiersch die Zuwendung in Höhe von 1.000 Kronen. Das „Boy Erichsen und Ruth Vogelgesang Legat“ ist nach Frauke Candussis Eltern benannt.

Nele Schulze bei der Abschiedsfeier in der DSH Foto: Karin Friedrichsen

„Eine tolle und sehr, sehr freundliche Schülerin“

Ingrid Kiersch begründete die Wahl der Legatsempfängerin unter anderem folgendermaßen: „Nele ist ein toller Mensch und sehr, sehr freundlich, nicht nur zu uns Lehrern, sondern auch ihren Mitschülern gegenüber. Immer offen und hilfsbereit.”

Trotz vieler privater Herausforderungen und intensiven Schwimmtrainings, sei die 16-Jährige stets engagiert und aufgeschlossen in die Schule gekommen. Sie habe zuverlässig am Unterricht teilgenommen und gute Noten bekommen, betonte die Klassenlehrerin.

Schwimmen seit Kindheit an

Nele Schulze verriet im Gespäch, dass sie sich sehr über die Zuwendung freut. Die 16-Jährige wohnt mit ihrer Familie in Sillerup. An die DSH kam Nele Schulze vor fünf oder sechs Jahren. Ich wohne seit meinem vierten Lebensjahr in Dänemark“, erinnert sich Schulze, die mit ihrer Familie aus Eckernförde zuwanderte.

Nele Schulze hat eine alles überschattende Freizeitbeschäftigung. „Ich schwimme seit Kindheit an“, sagt die 16-Jährige und lacht. Als Mitglied des Haderslebener Schwimmklubs (Haderslev Svømmeklub) konnte sie bereits gute Erfolge erzielen bei Turnieren und Meisterschaften.

„Ich liebe Schwimmen und möchte meine Chancen nutzen und so weit kommen wie möglich“, sagt Nele Schulze. Weil sie eine Karriere als Schwimmerin anpeilt, hofft sie darauf, dass sie ihre Schulzeit an der Haderslebener Kathedralschule mit dem Leistungssport verbinden kann. Ich hoffe, dass ,Team Danmark‘ mich unterstützt, sodass ich die Möglichkeit habe, mein Abitur über vier Jahre zu machen“, sagt die Silleruperin.

Ich liebe Schwimmen und möchte meine Chancen nutzen und so weit kommen wie möglich.

Nele Schulze, Abgangsschülerin

Corona-Zeit war anstrengend

Die Corona-Auszeit verlangte ihr viel Geduld ab. „Ich konnte nicht ins Wasser. Dabei trainiere ich einmal oder zweimal am Tag. Stattdessen bin ich laufen gegangen und habe an der Rudermaschine gesessen. Das war ungewohnt und anstrengend. Aber nun können wir wieder ins Wasser“, sagt die 16-Jährige.

Einen großen Erfolg in ihrer Schwimm-Karriere verbuchte Nele Schulze unter anderem bei der Teilnahme am „Vlademir Salnikov Cup“ in St. Petersburg. „Das war im Dezember 2019. Ich meiner Kategorie war ich die achtschnellste Schwimmerin“, sagt die junge Frau.

Als deutsche Staatsbürgerin tritt Nele Schulze bei internationalen Schwimm-Begebenheiten für Deutschland an. Bei Meisterschaften und Turnieren, die in Dänemark ausgetragen werden, vertritt sie ihren Klub in Hadersleben: „Ich bin Sprinterin, schwimme also 50 Meter, 100 Meter und 200 Meter. Und ich schwimme alle Lagen.“

Deutsche Schule Hadersleben Foto: Karin Friedrichsen
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