Wetterkapriolen

Juli 2020: Feucht und sonnenarm wie selten zuvor

Juli 2020: Feucht und sonnenarm wie selten zuvor

Juli 2020: Feucht und sonnenarm wie selten zuvor

Hadersleben/Haderslev
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Der Juli 2020 fiel ausgesprochen nass aus – und so mancher Sommerurlaub ins Wasser. Foto: Ute Levisen

Der Juli zeigte sich in der Stadt Hadersleben an 16 Tagen von seiner feuchten Seite. Auch sonst, das stellt der Haderslebener Hobby-Meteorologe Kurt Koch fest, war der Vormonat das erste Mal seit vielen Jahren ausgesprochen kühl.

Der Juli 2020 ist vergangen. Kurt Koch, Hobby-Meteorologe aus Hadersleben, hat die Wetterdaten erfasst. Viele werden es bereits gefühlt haben: Der Juli war mit einer Durchschnittstemperatur von 17,2 Grad anderthalb Grad Celsius kühler als „normal“, wie Koch feststellt.

Vormonat mit großen Schwankungen

Der passionierte Hobby-Meteorologe erfasst seit 51 Jahren die Wetterdaten seiner Heimatstadt – und zwar nur von Hadersleben, denn, so betont er, nur wenige Kilometer außerhalb der Stadtmauern könne sich das Wetter zuweilen ganz anders arten.

Erfasst sei 51 Jahren das Wetter in der Domstadt: Kurt Koch Foto: Ute Levisen

Der wärmste Tag war mit 27 Grad Celsius der 19. Juli. Die Nacht vom 19. Juli war mit 17 Grad zugleich die wärmste. Die kälteste Nacht verzeichnet Koch mit 10 Grad nur wenige Tage später: am 22. Juli.

176 Sonnenstunden

Im Unterschied zum Sommer vor zwei Jahren konnten die Haderslebener im Juli über Trockenheit nicht klagen. Es fielen 100 Millimeter Niederschlag, oft in Verbindung mit Gewittern. Der Durchschnitt der vergangenen Jahre liegt bei 84 Millimetern.

Fast ein Drittel des Regens des Monats fiel dabei an einem Tag: am 4. Juli mit 29 Millimetern.

Bei vorherrschend westlichen Winden zählte Kurt Koch 29 Tage mit Sonnenschein, darunter lediglich einen wolkenfreien Tag.
Insgesamt schien die Sonne 176 Stunden über der Domstadt – und damit erheblich weniger als sonst. Normal für diese Jahreszeit sind laut Koch 250 Sonnenstunden.

Feuchte Ferien: Im Juli hatten die Urlauber mit den Kapriolen des Wetters zu kämpfen. Foto: Ute Levisen
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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