„Sønderjysk Regattaforening“

Hirschauer wünscht sich wenig Wind

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
Zuletzt aktualisiert um:
Anton Hirschauer hält die aktuelle Debatte über die Wasserqualität im Außendamm für nutzlos: „Ich kann es nicht nachvollziehen. Ich finde, dass das Wasser ein bisschen besser wird.“ Foto: Kef

624 Boote sind für die Regatta am Wochenende angemeldet. Der Vorsitzende von „Sønderjysk Regattaforening“, Anton Hirschauer, richtet seinen Dank vor allem an die vielen Freiwilligen.

Anton Hirschauer, Vorsitzender von „Sønderjysk Regattaforening“ (SJRF) und Mitglied des Deutschen Rudervereins Hadersleben (DRH), ist zufrieden. 624 Boote sind für die Regatta, die am 9. und 10. Juni im „Haderslev Søsportcenter“ am Außendamm vom Stapel läuft, gemeldet.

„Bei unserer ersten Regatta 2017 hatten wir 1.100 Boote. Das war ein Mega-Event. In diesem Jahr haben wir ein normaleres Niveau, aber es ist doch noch groß. Die Regatta in Kopenhagen hat beispielsweise nur 470 Meldungen gehabt“, stellt Hirschauer fest.

Der 48-jährige Haderslebener dankt den vielen Freiwilligen, die die Durchführung der Regatta ermöglichen. Ohne das Ehrenamt und die Unterstützung der Kommune wäre es nicht möglich gewesen, Wassersportbegeisterte aus Dänemark und Deutschland in die Domstadt zu holen.

„Es ist das zweite Mal, dass wir die Regatta veranstalten. Wir dachten, das sei einfacher. Aber es sind viele unvorhersehbare Sachen gekommen“, erzählt Hirschauer. Durch den kalten Winter sind viele Pfähle, die vor einigen Jahren zur Befestigung der Rennstrecke eingerammt worden sind, umgedrückt worden. Daher wurden alle 20 Eisenpfähle mit jeweils drei Meter langen Pfählen verstärkt. Die Kosten für das Projekt seien noch nicht komplett erfasst worden. Hirschauer rechnet damit, dass der Verein auf jeden Fall 140.000 Kronen aufbringen muss. 80.000 Kronen, die teilweise durch Zuschüsse aus Stiftungsmitteln und dem kommunalen Topf für Veranstaltungen (Eventpulje) zusammenkamen, sind auf die hohe Kante gelegt worden.

„Die Kommune hat uns sehr geholfen. Wir haben noch mal 50.000 Kronen aus der Akutpulje (Konto für Notfälle, Anm. d. Red.) bekommen“, so Hirschauer.

Mittel müssen gefunden werden

Mittel gefunden werden müssen auch für die Weiterentwicklung der Regatta, denn diese werde voraussichtlich in den kommenden Jahren genauso groß wie 2017. Dass diesjährig „nur“ 624 Boote an den Start gehen, hängt, wie berichtet, damit zusammen, dass zeitgleich eine Regatta in Rostock stattfindet. 2019 erwarte man erneut ein „Mega-Event“. Für 2020 plant SJRF, sich in die Jubiläumsfeierlichkeiten anlässlich der Eingliederung Nordschleswigs in Dänemark einzubinden.
„Und 2021 ist es 100 Jahre her, dass auf dänischer Seite die erste Regatta durchgeführt wurde. Von deutscher Seite blickt man 1927 auf 100 Jahre Regatta auf dem Damm zurück“, so Hirschauer.

Mit diesen Jubiläen vor Augen konzentrieren sich die Haderslebener zurzeit darauf, „Kinderkrankheiten“ auszumerzen. War es doch aufgrund externer Softwareübertragung bei der Anmeldung notwendig geworden, viel Zeit in die manuelle Nacharbeit zu investieren, bevor die Programmhefte gedruckt werden konnten. Jetzt scheint SJRF alles im Griff zu haben. 60 bis 70 Helfer, darunter Mitglieder vom DRH und NRV (Nordschleswiger Ruderverband) und „Haderslev Roklub“ (HR), werden aktiv sein, damit Ruderer, Schlachtenbummler und Gäste aus dem In- und Ausland eine interessante Regatta erleben. Die Ruderer übernachten in Zelten.

Viele Übernachtungsmöglichkeiten

Darüber hinaus besteht Übernachtungsmöglichkeit in der Fællesskolen Favrdal Fjelstrup. Viele Teilnehmer und Gäste haben sich ein Bett oder einen Stellplatz in der benachbarten Jugendherberge bzw. auf dem Campingplatz besorgt. Lokale Tourismusakteure, wie VisitHaderslev und HER und der Einzelhandel sind in die Veranstaltung eingebunden und werden auf dem Gelände am Damstien 28 Flagge zeigen. Der Einzelhandel gibt eine Stadtkarte heraus, auf der Restaurants, die „Regatta-Gerichte“ anbieten, verzeichnet sind. DRH-Mitglieder verkaufen Grillwürste und Getränke, und der Ortsverein des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) ist auch vor Ort: Vorsitzende Sabina Wittkop-Hansen und ihre Helfer verkaufen an beiden Tagen Kaffee, Kuchen und belegte Brötchen. Bei so viel Aktivität auf dem Festplatz haben nur drei lokale Ruderinnen Zeit, an den Start zu gehen: Lonnie Schmidt vom HR sowie Lucie und Britta Hirschauer vom DRH wetteifern auf dem Wasser.

Von Stralsund über Kopenhagen, Odense und Jütland bis nach Norddeutschland – die Ruderer kommen von überall her. Hirschauer hofft, dass das Sommerwetter anhält: „Immer wenn es in Hadersleben eine Regatta gibt, ist es windig. Es wäre schön, wenn wir diesmal ganz wenig Wind bekommen“, lacht der Vereinsvorsitzende.

Es gibt viel zu sehen und erleben am Søsportcenter. Die Rennen können von dort verfolgt werden. Es werden Tische, Stühle und Informationszelte aufgestellt. Die Regatta beginnt am 9. Juni um 9 Uhr. Die Ruderer wetteifern am Sonnabend bis 17 Uhr. Sonntag findet das bunte Treiben am Außendamm in der Zeit von 8 bis 14.40 Uhr statt.

Mehr lesen