Internationaler Markt

Haderslebener Innenstadt schwarz vor Menschen

Haderslebener Innenstadt schwarz vor Menschen

Haderslebener Innenstadt schwarz vor Menschen

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Elektroniker Steen Viuff sorgte beim internationalen Markt für Stromzufuhr. Foto: Karin Friedrichsen

Der internationale Markt und die Events des Haderslebener Geschäftsverbandes lockten am Freitag und Sonnabend Tausende Besucher in die Domstadt. Koordinator und Elektroniker schmieden bereits Pläne für 2020.

Der internationale Markt hat erneut guten Anklang gefunden in der Domstadt. Am Freitag und Sonnabend war es schwarz vor Menschen in der Haderslebener Innenstadt. „Ich kann nicht sagen, wie viele Menschen sich an den beiden Tagen in der Stadt aufhielten. Das ist schwer abzuschätzen. Die 20 Stände des Marktes und unsere Events waren dicht umlagert. Die Gastronomie vermeldete auch großen Andrang“, resümiert Christian Schulz, Koordinator des Geschäftsverbandes „Haderslev Butikker“, am Montag.

Steen Viuff (l.) und Christian Schulz Foto: Karin Friedrichsen

3,2 Kilometer Stromkabel verlegt

Am Freitagabend schlenderte Schulz mit Elektronikermeister Steen Viuff durch die Gehstraße. Die beiden Haderslebener haben ein solides Konzept für die Durchführung des Marktes erarbeitet.

„Wir kennen uns seit vielen Jahren. Ich bin seit Anbeginn des Marktes, der vor sechs Jahren nach Hadersleben kam, Elektroniker und Sparringspartner von Christian Schulz“, erzählt Viuff. Der Meister betreibt die Firma „Lystech“. Viuff hat einen Großteil seiner Arbeit auf die Ausführung von Spezialaufgaben verlegt. Für den internationalen Markt arbeitete er auch in anderen dänischen Städten.

„Das bedeutet aber nicht, dass ich die Pläne nicht jedes Mal überarbeite“, erzählt Viuff, der beim Markt in Hadersleben Hilfestellung von einem Branchenkollegen bekam. Um die Stromversorgung für die Stände, die sich in diesem Jahr durch die ganze Fußgängerzone, von der Bredgade bis zum Torvet, hinzogen zu gewährleisten, haben die Handwerker 3,2 Kilometer Stromkabel verlegt, die wiederum mit drei großen Stromverteilerkästen vernetzt waren.

Zusammenarbeit mit dem Kløften Festival

„Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit dem Kløften-Festival, wo ich in jüngeren Jahren als Ehrenamtlicher tätig war. Das Festival stellte uns zwei Stromverteilerkästen zur Verfügung“, erzählt Steen Viuff.

Der Meister war während der Markttage zu jeder Tages- und Nachtzeit abrufbereit. „Das macht mir Spaß. Ich habe 18 Jahre als Monteur für Spezialaufgaben im In- und Ausland gearbeitet“, erzählt Viuff. Der Haderslebener ist hauptsächlich als Problemlöser in Sachen Strom in Europa unterwegs gewesen.

2011 und 2012 verschlug es den Monteur auch nach China. „Als ich gerade einen Ausflug auf die Chinesische Mauer machte, bin ich Mittelpunkt einer Hochzeitsfeier geworden“, erinnert er sich. Als Glücksbringer aus dem Land der Wikinger, ließ sich der Haderslebener von der Braut dazu überreden, sich eine rote Haarlocke abschneiden zu lassen.

„Inzwischen arbeite ich hauptsächlich in Dänemark“, erklärt Viuff, der seit einigen Jahren mit Susanne Lucas zusammenlebt.

Steen Viuff ist viele Jahre als Monteur im Ausland unterwegs gewesen. Von 2004 bis 2008 lebte er in London, wo er eine Firma betrieb. Foto: Karin Friedrichsen

Marktvorbereitungen für 2020

„Wir werden mit unseren Mitgliedern den Verlauf des diesjährigen Marktes besprechen und erörtern, ob das Event 2020 wiederholt werden soll. Die Verantwortlichen des Marktes erwägen im kommenden Jahr Ende Mai nach Hadersleben zu kommen. Es soll auch diskutiert werden, ob der Markt gegebenenfalls von Freitag bis Sonntag, statt von Dienstag bis Sonnabend, abgehalten wird“, erklärt Schulz. In diesem Jahr investierte der Geschäftsverband 50.000 Kronen in die Durchführung des Events.

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