Erneuerbare Energien

Großes Interesse an Solarparks

Großes Interesse an Solarparks

Großes Interesse an Solarparks

Hadersleben/Haderslev
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Sonnenenergie ist in der Kommune Hadersleben groß im Kommen. Foto: Ute Levisen

Die Kommune Hadersleben ebnet auf der September-Sitzung des Kommunalparlaments der Gewinnung erneuerbarer Energien den Weg. Mehrere potenzielle Investoren stehen bereits Schlange, um in der Domstadtkommune Photovoltaikanlagen zu errichten.

Auch wenn die Domstadtkommune, verglichen mit anderen Regionen, nicht gerade mit übermäßig vielen Sonnenstunden gesegnet ist: Die Nachfrage nach der Errichtung von Solarparks in der Kommune Hadersleben ist dennoch enorm.

Grünes Licht für Planungsrahmen

„Es gibt zahlreiche Interessenten“, verrät der Vorsitzende des Finanzausschusses, Bürgermeister H. P. Geil (Venstre), im Kielwasser der jüngsten Sitzung. Das Kommunalparlament wird noch im September grünes Licht für einen Zusatz zum kommunalen Flächennutzungsplan geben, der den Rahmen für die Errichtung von Solarparks in der Kommune bildet.

Die Solaranlagen seien inzwischen technisch derart ausgefeilt, dass sie sich auch ohne Zuschüsse rechnen, sagte der Vorsitzende des Technischen Ausschusses, Benny Bonde (Liberale Allianz), während der Sitzung des Kommunalparlaments.

Bislang gibt es zwei größere Solarparks in der Kommune. Das Foto zeigt die Anlage in Gramm. Foto: Ute Levisen

Das Interesse ist enorm: Zurzeit gibt es Anfragen potenzieller Investoren, die auf einer Fläche von insgesamt ca. 350 Hektar Photovoltaik-Anlagen errichten wollen. Dabei ist, mit Blick auf die Größe, von 25 bis 110 Hektar alles dabei.
Ein erster konkreter Antrag liegt bereits vor: Ein Landwirt bei Stüding (Styding) plant, seine „Hausanlage“ um das Zweieinhalbfache zu erweitern.

Weichenstellung im Zeichen der Energiewende

Bislang gibt es in der Kommune zwei Anlagen in Woyens und Gramm mit einer Fläche von jeweils sieben bzw. 4,5 Hektar. Die dort gewonnene Energie wird vornehmlich zum Beheizen von Gebäuden genutzt.

Das Interesse an Solarparks in der Kommune ist enorm. Insgesamt gibt es Pläne für Projekte auf einer Gesamtfläche von 350 Hektar. Foto: Ute Levisen

Nicht zuletzt mit Blick auf die von der Regierung angestrebte Energiewende stellt Hadersleben die Weichen, denn immer mehr Wärmepumpen in Privathaushalten sowie eine zunehmende Zahl von Hybrid- und Elektrofahrzeugen erfordern ein Umdenken in Sachen Energieerzeugung.

Nachfrage wird weiter steigen

Politik und Verwaltung gehen davon aus, dass die Nachfrage nach regenerativen Energiequellen in den kommenden Jahren eine neue Dimension erreichen wird. Der Kommunalplanzusatz, dessen Beschlussfassung eine reine Formsache ist, wird Teil des Kommuneplans von 2017– nach einer erneuten Anhörung.

Insgesamt sind im Rahmen der öffentlichen Anhörung dazu zwei Hinweise bei der Kommunalverwaltung eingegangen. So weist das Stift Hadersleben unter anderem darauf hin, bei der Ausarbeitung von Plänen für Solarparks darauf zu achten, dass die Sicht auf kirchliche Einrichtung und deren Verlaufszonen nicht eingeschränkt wird.

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