Investitionen

Graben ohne politische Priorität

Ute Levisen
Ute Levisen Lokalredakteurin
Hadersleben/Haderslev
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Graben Hadersleben
Zumindest in diesem Jahr wird aus einer Verschönerung des Grabens samt Springbrunnen nichts. Foto: Ute Levisen

Der Technische Ausschuss in Hadersleben hat auf seiner jüngsten Sitzung Investitionsvorhaben für 2018 beschlossen – der zentrale Platz gehört nicht dazu.

Der Technische Ausschuss hat auf seiner jüngsten Sitzung eine Prioritätenliste für Investitionen beschlossen. Ungeachtet eines lang gehegten Wunsches des Einzelhandelsvereins und von Bürgern gehört die Verschönerung des Grabens und eine Sanierung des Springbrunnens samt Skulptur aus dem Jahre 1927 im laufenden Jahr zumindest nicht dazu.

Laut Svend Brandt, Ausschussmitglied der Einheitsliste, gibt es dafür gleich mehrere Gründe: Das Leitungssystem des Brunnens ist undicht. Hinzu kommt, dass die Fugen des Brunnens defekt sind. Die Technische Verwaltung schätzt, dass eine Sanierung der Anlage insgesamt etwa 300.000 Kronen kosten wird.

Bislang ist der zentrale Platz, den der Einzelhandelsverein in höherem Maße als bisher für Aktivitäten nutzen möchte (wir berichteten), keine Augenweide der Domstadt, obwohl er vor wenigen Jahren aufwendig renoviert worden ist – allerdings ohne die Parkplätze, die den Platz säumen, aufzugeben.

Doch, so argumentiert Brandt, eben dies sei Teil des Problems, da es mit der bisherigen Ausformung und Nutzung des Platzes unmöglich sei, den Platz funktionell einzurichten. Brandt bezeichnet es daher als zweckmäßig, eine Renovierung des Brunnens aufzuschieben, bis man sich über eine Neugestaltung des Grabens einig sei.

Der Ausschuss hat auf seiner Prioritätenliste für 2018 folgende Projekte berücksichtigt: 655.000 Kronen für ein Parkleitsystem, Pfad- und Weihnachtsbeleuchtung sowie Beleuchtungsanlagen zwischen Skrydstrup und Woyens (660.000 Kronen); Bürgerwünsche für 40.000 Kr., Kløften (100.000 Kr.) und einen Sammelparkplatz an der Abfahrt 67.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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