Neujahr

Goldbarren, Beton und viel Eis

Goldbarren, Beton und viel Eis

Goldbarren, Beton und viel Eis

Ute Levisen
Ute Levisen Lokalredakteurin
Woyens/Vojens
Zuletzt aktualisiert um:
Kunst auf dem Eis Foto: Ute Levisen

Was sich nicht unmittelbar offenbart: Es tut sich jede Menge in Woyens – wirtschaftlich und sportlich.

Der erste Güterzug mit 2.400 Tonnen Betondachplatten befuhr am Montag das nunmehr wiederbelebte Bahngleisstück im Industriegebiet. Auch liegt seit 1. Januar eines der sieben neuen Gewerbehäuser, „Erhvervshus Sydjylland“, in Woyens – in enger Nachbarschaft zum Wachstumsfonds und Landwirtschaftsverein am Billundvej: Bürgermeister H. P. Geil (V) zählte in seiner Ansprache zum Neujahrsempfang von Kommune und Wirtschaftsrat HER in der Frøs-Eisarena alle aktuellen Vortrefflichkeiten der Bahnhofsstadt auf.

Ein Goldbarren für Speedway-Legende Ole Olsen und ein kleiner für Sohn Jacob Foto: Ute Levisen

Eine goldige Überrraschung für eine Legende

Eine Überraschung hatte er für Speedway-Legende Ole Olsen im Ärmel, der in Begleitung von Sohn Jacob erschienen war. Für beide hatte Geil einen Goldbarren mitgebracht: einen großen für den verdienstvollen Senior und einen kleinen für den Junior, der, wie berichtet, in die Fußstapfen seines Vaters tritt und die großen Speedway-Rennen wieder im „Vojens Speedway Center “ ansiedeln möchte, das Olsen seinerzeit ins Leben rief und zu ungeahntem Ruhm verhalf. Somit schließt sich der Kreis wieder.

Der HER-Vorstandsvorsitzende Johan Schmidt blickte zurück auf ein trockenes Jahr. Foto: Ute Levisen

Bilanz einer folgenschweren Dürre

Auch der Vorstandsvorsitzende von HER, Johan Schmidt, zog Bilanz – nicht zuletzt unter einen trockenen Sommer, der dem für die Domstadtkommune so wichtigen Lebensmittelgewerbe arg zusetzt – mit Konkursen als Folge. „Wir aber wollen Wachstum“, so Schmidt, und ein Weg dorthin sei die Wirtschaftsstrategie von Kommune und HER für die nächsten vier Jahre: Existenzgründertum, attraktive Bedingungen für Zuzügler und Unternehmen nannte er als Schwerpunkte.

Manko im Marketing als Ausbildungsstadt

Ein Manko sieht Schmidt in der Umsetzung einer Vision, wenn es um Hadersleben als Ausbildungsstadt geht. In diesem Bereich seien eine Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen sowie eine gezielte Vermarktung der Ausbildungen vonnöten. Er hoffe, so Schmidt, dass das VUC als Einrichtung auch mithilfe einer solchen forcierten Zusammenarbeit in der Kommune bewahrt werden könne – und dass das zum Verkauf stehende VUC-Lighthouse Unternehmen in die Domstadt locken werde.

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