Konzert

Gelungener Abschluss des kleinen Sommerfestivals

Gelungener Abschluss des kleinen Sommerfestivals

Gelungener Abschluss des kleinen Sommerfestivals

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Gemeinsam mit dem Steinberg Vokalquartett brachte Maria Johannsen am Donnerstagabend barocke Töne zu Gehör. Foto: Annika Zepke

Trotz Corona-Bestimmungen ist es der Sopranistin Maria Johannsen und ihren Töchtern in diesem Jahr gelungen, eine kleine Sommerkonzertreihe auf die Beine zu stellen. Beim letzten der drei Konzerte verzauberten sie in Begleitung von Hanne Tolbøll Nielsen und dem Steinberg Vokalquartett die Besucher mit Barockmusik.

Mucksmäuschenstill war es im Festsaal der Alten Kathedralschule, als die ersten Töne des Barockkonzertes im Rahmen des kleinen Sommerfestivals erklangen.

Die Sopranistin Maria Johannsen und ihre Töchter Anna Johannsen (Cello) und Guily Johannsen (Violine) hatten am Donnerstagabend zum dritten und vorerst letzten Mal in diesem Sommer zum Konzert eingeladen. Begleitet wurden sie von Hanne Tolbøll Nielsen, die wahlweise zur Alt- oder Blockflöte griff.

Maria Johannsen (stehend) hat es geschafft, trotz der Corona-Bestimmungen ein kleines Sommerfestival auf die Beine zu stellen. Foto: Annika Zepke

Musikalische Vielfalt

Gespielt wurden Stücke von Händel, Bach, de Fesch und Mozart, um nur einige Komponisten zu nennen. Überhaupt war das Konzert von großer Vielfalt geprägt.

Nicht nur, dass das Konzert die Besucher auf eine musikalische Reise durch die Barockzeit mitnahm, auch die Musiker selbst überzeugten mit Vielfältigkeit: Jedes Stück wurde in einer anderen Besetzung zu Gehör gebracht. „Das Besondere an unseren Konzerten ist, dass wir uns an den Instrumenten abwechseln können“, meint Maria Johannsen im Anschluss an das gelungene Konzert.

Nach einem gelungenen Konzert genießen die Musiker ihren Applaus. Foto: Annika Zepke

Wäre es nach ihr gegangen, hätte sie das Konzert allerdings noch abwechslungsreicher gestaltet: „Ich hätte gerne ein oder zwei Gemeinschaftslieder ins Programm aufgenommen, aber das ging leider wegen der Corona-Bestimmungen nicht.“

Treues Publikum

Auch ohne gemeinsames Singen war das Publikum begeistert von dem Barockkonzert. Bitten Bøgsted und Lisbeth Arkil aus Hadersleben kommen seit vielen Jahren zu den Konzerten des Mutter-Tochter-Trios. „Wir haben die drei schon spielen sehen, als die Töchter noch ganz klein waren“, erzählt Arkil.

Lisbeth Arkil hat früher selbst die Kathedralschule besucht. Dass die Konzerte in diesem Jahr im Festsaal der Alten Kathedralschule stattfinden, weckt bei ihr besondere Erinnerungen: „Im Festsaal haben wir uns immer zum Morgengesang getroffen.“

Die ausgebildete Blockflötistin Hanne Tolbøll Nielsen spielte an dem Abend sowohl Alt- als auch Blockflöte. Foto: Annika Zepke

Spontane Quartett-Gründung

Zum krönenden Abschluss ihres Konzertes wurden Maria, Anna und Guily Johannsen sowie Hanne Tolbøll Nielsen vom Steinberg Vokalquartett begleitet, besser gesagt von 75 Prozent des Steinberg Vokalquartettes, wie Maria Johannsen mit einem Augenzwinkern die Sänger ankündigt. Die Sopranistin des aus Flensburg stammenden Quartetts war kurzfristig erkrankt. Glücklicherweise konnte Maria Johannsen spontan einspringen.
Susanne Nielsen, Stephan Gülck und Norbert Laude, die zusammen zwei Drittel des Steinberg Vokalquartettes bilden, sind gute Freunde und schon oft zusammen aufgetreten. Bisher allerdings eher in privatem Rahmen, zum Beispiel auf Hochzeiten oder mit größeren Chören.

Das Steinberg Vokalquartett mit Maria Johannson als Sopranistin Foto: Annika Zepke

Für das Barockkonzert in Hadersleben mussten sie sich daher eigens einen Namen zulegen. Auf „Das Steinberg Vokalquartett“ sind sie gekommen, weil ihre Kirchengemeinde Steinbergkirche heißt. „Außerdem hat Maria Verwandte in Steinberg, das empfanden wir als schönen Zufall“, sagt Stephan Gülck.

Professionalität trifft auf Gemütlichkeit

Obwohl sie nicht viel Zeit zum gemeinsamen Proben hatten, war der Auftritt mit Maria Johannsen ein voller Erfolg. „Das war so nett und familiär“, schwärmt Susanne Nielsen nach dem Konzert. Maria Johannsen kann dem nur zustimmen: „Es hat so einen Spaß gemacht, mit ihnen zusammen zu singen. Sie sind Profis.“

Trotz aller Professionalität ist Maria Johannsen eines bei ihren Konzerten besonders wichtig: „Dass immer auch ein bisschen Zeit für Gemütlichkeit bleibt, gerade wenn man sich gut kennt, so wie wir.“

Trotz der besonderen Umstände, unter denen die Konzerte in diesem Jahr stattfanden, ist Johannsen sehr zufrieden mit ihrem kleinen Sommerfestival: „Das war super gut“, schwärmt sie. Gedanklich ist sie schon wieder bei der nächsten Konzertreihe: „Für das nächste Jahr ist ein Liederkonzert im Jugendstil in Planung.“

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