Deutsch-Dänisch

Geld für Projekte: Kommune macht auf Förderung aufmerksam

Geld für Projekte: Kommune macht auf Förderung aufmerksam

Geld für Projekte: Kommune macht auf Förderung aufmerksam

Hadersleben/Haderslev
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Der Interreg-Ausschuss „Deutschland-Danmark“ fördert deutsch-dänische Begegnungen (Symbolbild). Foto: kjt

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Geld für mehr Gemeinschaft: Projekte und Vereine, die deutsch-dänische Begegnungen im Grenzland fördern, können sich auf den Bürgerprojektfonds bewerben. Die Kommune Hadersleben freut sich über ein wachsendes Interesse an der Förderung. Und möchte mehr Menschen zu einer Teilnahme ermutigen.

Ein finanzieller Zuschuss kann für viele kommunale Vereine die Möglichkeit sein, Projekte im Grenzland durchzuführen, die sonst vielleicht nicht im Budget drin wären. Der Bürgerprojektefonds ist dabei eine Möglichkeit. Und die Kommune will ihn mehr in den Fokus der Menschen rücken.

Geld für deutsch-dänische Projekte

Vergangenen Dezember unterzeichnete der Interreg-Ausschuss „Deutschland-Danmark“ eine Vereinbarung, die auf einer Zusammenarbeit der Kommunen der Fehmarn-Belt-Region und der Region Sønderjylland-Schleswig basiert. Mit der Unterzeichnung legten die Verantwortlichen den Grundstein für den Bürgerprojektfonds. Für einen Zeitraum von 2023 bis 2029 bewilligt dieser 28,6 Millionen Kronen für unterschiedliche deutsch-dänische Projekte. „Die Vereine müssten sich nur bewerben“, so die Kulturkoordinatorin der Kommune Hadersleben, Gry Vissing Jensen.

Die Kommune Hadersleben hofft auf eine ansteigende Teilnahme. Vor allem der Transportpool – einer von ingesamt drei Bewerbungspools – sei in der Domstadt Kommune beliebt, erklärt die Kulturkoordinatorin.

In der Vergangenheit konnte etwa ein Projekt am „StreetDome“ gefördert werden (Symbolbild). Foto: Annika Zepke

Einer der drei Pools noch gar nicht aktiv

Die Bewerbung beim Bürgerprojektfonds ist eigentlich ganz einfach. Die Projekte unterliegen einigen Kriterien, etwa dass sie bürgernah sein müssen, deutsch-dänische Begegnungen fördern sollen, in der Fehmarn-Belt-Region und der Region Sønderjylland-Schleswig liegen und sich die Bewerbenden auf einen der drei Bewerbungspools beschränken müssen.

Die genannten Bewerbungspools bestehen jeweils aus einem „Bürgerpool“, einem „Netzwerkpool“ und einem „Transportpool“ – doch nicht alle drei sind bereits aktiv.

„Der ‚Netzwerkpool‘ wird am Ende des Jahres freigeschaltet“, erklärt Vissing Jensen. Vereine könnten sich – anders als auf die anderen beiden Pools – also gerade gar nicht darauf bewerben.

Doch während der eine Pool noch gar nicht aktiv ist, birgt ein anderer der drei großes Potenzial: „Wir sind überwältigt von dem Interesse am Transportpool“, so die Kulturkoordinatorin. Im Zeitraum von Ende März bis Anfang Oktober 2023, abzüglich einer zweimonatigen Ferienpause, wurden 83 Anträge mit einem Gesamtbetrag von über 900.000 Kronen genehmigt.

Auch die Bewerbungen auf den Bürgerpool steigen, erzählt Gry Vissing Jensen: „Das Interesse am Bürgerpool ist groß. Es liegen derzeit sieben Anträge vor, für die insgesamt circa drei Millionen Kronen beantragt werden.“

Kurze Bearbeitungszeiten

Und die Kulturkoordinatorin wirbt mit schnellen Bearbeitungszeiten. Wie bereits Kulturausschussvorsitzende Kjeld Thrane (Konservative Volkspartei) zu Beginn der deutsch-dänischen Zusammenarbeit erklärte, können „Projekte unter 25.000 Euro – sofern sie die Voraussetzungen erfüllen – binnen 14 Tagen bewilligt werden.“

In der Realität sind es derweil „maximal drei Wochen bei Bewerbungen im Transportpool“, erklärt Vissing Jensen.

Anträge für den Bürgerpool sind meist mit höheren Förderungssummen verbunden und dauern dementsprechend länger in der Bearbeitung. Die Kulturkoordinatorin fügt hinzu: „Die nächste Antragsfrist für den Bürgerpool für Projekte mit einem Projektvolumen von 25.000 bis 100.000 Euro ist der 26. Februar 2024.“

Anträge mit einem Förderbedarf von weniger als 25.000 Euro können konstant eingereicht werden.

Bereits erfolgreiche Begegnungen

Der deutsch-dänische Fördertopf hat bereits die ersten Projekte finanziert. Etwa als junge Skaterinnen und Skater von Sylt (Sild) auf andere Jugendlichen aus Hadersleben trafen und gemeinsam den StreetDome besuchten. Und auch ein Schwimm-Projekt in Sonderburg (Sønderborg) und ein Orchester-Projekt auf Fünen (Fyn) seien im vergangenen halben Jahr realisiert worden.

Deutsch-dänischer Bürgerfonds

Der Interreg-Ausschuss „Deutschland-Danmark“ bewilligte am 15. Dezember 2022 den neuen Bürgerprojektfonds und übertrug die Verwaltungsaufgabe an das Regionskontor & Infocenter in Pattburg (Padborg). Ziel des Fonds ist, bürgernahe deutsch-dänische Projekte und Begegnungen in der gesamten Interreg-Programmregion zu fördern. Im Zeitraum 2023-2029 stehen insgesamt rund 28,6 Millionen Kronen für Aktivitäten zur Verfügung. Der Fonds richtet sich an bekannte Bereiche wie Kultur, Freizeit und Nachbarsprache, wird jedoch zusätzlich Projekte in weiteren Lebensbereichen von Bürgerinnen und Bürgern fördern können.

„Interreg Deutschland-Danmark“ unterstreicht mit dem Bürgerprojektfonds, dass Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene wichtig für die Entwicklung und die Gemeinschaft in der Grenzregion sind. Durch die eigene Beteiligung, Erfahrungen, persönliche Erlebnisse und Aktivitäten über die Grenze hinweg zeigt sich der besondere Wert einer Grenzregion und wie gut es sich in dieser Region leben lässt. Die Rahmenbedingungen des Fonds sind in Zusammenarbeit mit kommunalen Akteurinnen und Akteuren der Fehmarn-Belt-Region, der Region Sønderjylland-Schleswig und der Interreg-Partnerschaft entwickelt worden.

Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten des Fonds werden im kommenden Jahr auf der Internetseite von Interreg veröffentlicht.

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