Lärmbelastung

F-35: Politiker melden Bedenken an

F-35: Politiker melden Bedenken an

F-35: Politiker melden Bedenken an

Skrydstrup
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Die Politiker der Kommune Hadersleben hegen Bedenken, was die Auswirkung des Kampfjets F-35 auf die Umwelt angeht. In einem Brief an das Folketing regen sie mehrere Nachbesserungen an. Foto: Ute Levisen

Die Politiker der Kommune Hadersleben hegen Bedenken, was die Auswirkung des Kampfjets F-35 angeht. In einem Brief an das Folketing regen sie mehrere Nachbesserungen an.

Ab 2022 werden auf dem Luftwaffenstützpunkt in Skrydstrup peu a peu Kampfjets vom Typ F-35 stationiert, die wiederum die in die Jahre gekommene F-16 ablösen sollen. Im Rahmen der öffentlichen Anhörungsphase hegen vor allem die Anwohner des Fliegerhorstes große Bedenken hinsichtlich der Lärmbelastung – vor allem, was Kindergärten und Schulen angeht (wir berichteten).

Auch die Politiker der Domstadtkommune teilen diese Befürchtung. Im Rahmen der öffentlichen Anhörungsphase fordert der Stadtrat das Folketing auf, die Auswirkungen auf die Umwelt durch die Einführung des neuen Kampfjet-Modells zu minimieren – und die Bürger mit Blick auf die Lärmbelästigung entsprechend zu entschädigen.

Keine Teilung von Ortschaften

Darüber hinaus appellieren die Politiker an das Folketing, das Kompensationsmodell derart zu gestalten, dass eine Teilung von Ortschaften vermieden wird. Zugleich befürchten die Politiker, dass sich die Einführung des Kampfflugzeuges und die damit erhöhte Lärmbelastung im Luftraum der Kommune nachteilig auf die Stadtentwicklung und den Zuzug auswirken. Sie wünschen daher so bald wie möglich ein Gespräch zu diesem Thema.

Auch während der Bauphase soll der Verkehr rund um Skrydstrup und Woyens fließen. Wie genau dies ablaufen soll, das ist noch unklar. Daher bittet der Stadtrat die zuständigen Folketingspolitiker auf Christiansborg auch in dieser Hinsicht schnellstmöglich um ein Gespräch. Foto: Ute Levisen

Lärm-Studien nur aus der zivilen Luftfahrt

Zugleich unterstreicht der Stadtrat in seiner Antwort an das Parlament, dass bislang eine Analyse der Folgen durch erhöhten Lärm für Kindertagesstätten, Schulen, etc. aussteht. Die Umweltbelastungsanalyse des Verteidigungsministeriums basiere lediglich auf Studien, welche die Folgen von Lärm aus der zivilen Luftfahrt auf Kinder und ihre Schlafgewohnheiten beleuchten.
Die zu erwartende Geräuschbelastung durch tieffrequenten Schall und damit verbundene Vibrationen in Wohnbereichen sei in der vorgelegten Einschätzung ebenfalls nicht beleuchtet. Auch in diesem Punkt sehen die Haderslebener Politiker noch Klärungsbedarf.

Fast 900 Haushalte betroffen

Wie berichtet, soll ein Entschädigungsmodell für die am meisten betroffenen Hauseigentümer Teil des Baugesetzes für die F-35- Anlagen in Skrydstrup sein. Fast 900 Haushalte sind unmittelbar von einer erhöhten Lärmbelastung durch die Einführung des Kampfflugzeugs betroffen. Noch vor Jahresfrist soll das komplexe Baugesetz zur Implementierung der F-35 (anlægsloven) in die öffentliche Anhörung gehen.

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