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Ende einer Ära: Räumungsverkauf bei „Thrane“

Ende einer Ära: Räumungsverkauf bei „Thrane“

Ende einer Ära: Räumungsverkauf bei „Thrane“

Hadersleben/Haderslev
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Am Donnerstag begann der Räumungsverkauf des renommierten Modegeschäfts. Foto: Ute Levisen

Die Nachricht schlug ein wie ein Blitz aus heiterem Himmel: Die Boutique „Thrane“ schließt. Am Donnerstag begann der Räumungsverkauf. Entsprechend groß war der Ansturm der Kundinnen. Damit neigt sich in Hadersleben eine Ära dem Ende zu. Was bleibt, ist ein Hoffnungsschimmer.

Die Entscheidung, „Thrane“, das angesehene Modegeschäft im Herzen der Domstadt zu schließen, fiel plötzlich und unerwartet. Am Montagabend erreichte die Hiobsbotschaft die Beschäftigten der Boutique, deren berufliche Zukunft somit ungewiss ist.

Schnäppchenjäger

15 Stunden später standen sie hinter der Ladentheke und bedienten die Kundschaft, die in Scharen in das Geschäft strömte – auf der Suche nach einem Schnäppchen.

Mutmaßungen über die Zukunft

Im Mitarbeiterteam gibt es Mutmaßungen, wonach das Geschäft möglicherweise unter einem neuen Namen eine Renaissance erleben wird. Ob, wie und wann, das ist bislang ungeklärt.

Bis 2016 leitete Birthe Thrane des Geschäft, dem sie ihren Namen gab. Seither genießt sie ihren Ruhestand. Hier ist die frühere Geschäftsfrau mit ihrem Ehemann Frode Munksgaard bei einer Modenschau in Hadersleben zu sehen. Foto: Ute Levisen

Sicheres Gespür für Stil

Auf die angekündigte Schließung des Geschäfts am Mittwochabend folgte am Donnerstagvormittag der Räumungsverkauf mit großen Rabatten.

Nur wenige Stunden später lichteten sich die Regale in dem renommierten Modegeschäft, dem bis vor vier Jahren Namensgeberin Birthe Thrane vorstand.

Mit sicherem Gespür für Mode hatte sie das Geschäft von 1988 bis 2016 in ein Mode-Mekka für gehobene Ansprüche verwandelt und damit Kundinnen auch aus ferneren Teilen des Landes in die Domstadt gelockt.

Ladensterben in der Innenstadt

„Thrane“ ist nicht das erste Textilgeschäft in der Fußgängerzone, das geschlossen wird. In den vergangenen Jahren haben Inhaber diverser Läden, wie beispielsweise „Mary Poppins“ oder „Duus“, das Handtuch geworfen.

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