Kunstprojekt

„The Ducks‘ Army“ sticht in See

„The Ducks‘ Army“ sticht in See

„The Ducks‘ Army“ sticht in See

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Bruno Kjær (l.) und Felix Pedersen freuen sich, dass ihr Kunstprojekt „The Ducks‘ Army“ zu Wasser gelassen wurde. Foto: Karin Riggelsen

‚Ente ahoi‘, hieß es am Freitagnachmittag im Hafenbecken neben dem StreetDome, als 160 bunt bemalte Lockenten im Rahmen der Festwoche von „Trekantområde“ zu Wasser gelassen wurden.

Viele bunte Enten tummeln sich seit Freitag im Hafenbecken neben dem StreetDome, wo die Künstler Felix Pedersen und Bruno Kjær ihr Kunstprojekt „The Ducks‘ Army“ zu Wasser gelassen haben.

160 Lockenten, die von Schülerinnen und Schülern fünf verschiedener Schulen der Kommune Hadersleben bunt bemalt worden sind, treiben nun in unterschiedlichen Formationen auf dem Hafenbecken. Auch die Drittklässler der Deutschen Schule Hadersleben hatten sich an dem Projekt beteiligt und voller Eifer im Kunstunterricht ihre Lockenten gestaltet.

„Kunst muss rausgehen und die Leute treffen“

Am Freitag, 4. September, wurde die Installation im Rahmen der Festwoche von „Trekantområde“ offiziell eingeweiht. Zahlreiche Besucher waren gekommen, um sich das Spektakel live anzuschauen. Auch der Vorsitzende des Kulturausschusses, Kjeld Thrane (Konservative), war mit von der Partie und hob in seiner Rede die Bedeutung eines solchen Kunstprojektes hervor: „Kunst muss rausgehen und die Leute treffen. Wenn Kunst die Leute nicht berührt, dann hat sie keinen Wert.“

Die bunte Entenschar liegt voraussichtlich noch bis zum Ende der Herbstferien im Hafenbecken am StreetDome vor Anker. Danach soll sich die Formation aufteilen und in verschiedene Gewässer der Kommune ausströmen. Foto: Karin Riggelsen

Die Künstler selbst waren ebenfalls vor Ort, um zu sehen, wie ihr Projekt bei den Besuchern ankommt. Dem „Nordschleswiger“ erzählten die beiden, dass es zwei volle Tage gedauert hat, bis die Enten in der richtigen Formation waren.

Die Kreativität im Fokus

„Wir spielen mit dem militärischen Aspekt, der dieser ‚Entenarmee‘ zugrunde liegt, aber im Fokus der Installation steht eindeutig die Kreativität der Kinder“, erklärt Felix Pedersen. „Die Enten befinden sich zwar in einer Formation, aber sie sind mit Blumen und anderen bunten Mustern bemalt.“

„Es gibt in der Entenschaar keine zwei Enten, die gleich aussehen. Anders als Soldaten, die tragen ja alle dasselbe“, ergänzt Bruno Kjær. Die beiden sind beeindruckt, wieviel Augenmerk einige Kinder aufs Detail gelegt haben. „Vom Beckenrand aus kann man es leider nicht mehr sehen, aber einige Enten haben lange Wimpern aufgemalt bekommen“, berichtet Felix Pedersen.

Eine Ente schwimmt in die entgegengesetzte Richtung. „Sie soll zeigen, dass man auch gegen den Strom schwimmen kann“, erklärt Künstler Felix Pedersen. Foto: Karin Riggelsen

Sicherheit geht vor

Die kleinen Künstler selbst konnten nicht dabei sein, als ihre Enten in See gestochen sind. Das hatte jedoch nichts mit Desinteresse zu tun, sondern war wieder einmal der Corona-Pandemie geschuldet. Wie Thrane in seiner Rede erklärte, seien die Schüler gebeten worden, zu Hause zu bleiben, um das Infektionsrisiko gering zu halten.

Voraussichtlich bis zum Ende der Herbstferien können Besucher die Entenformation noch im Hafenbecken bewundern. Anschließend sollen sich einzelne Teile der Entenformation auf Wanderschaft durch die Gewässer der Kommune begeben.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Voneinander lernen“