Filmdebüt

Dreh am Kelstruper Strand über Begegnungen in der „Pampa”

Dreh am Kelstruper Strand über Begegnungen in der „Pampa”

Dreh am Kelstruper Strand über Begegnungen in der „Pampa”

Kjelstrup/Kelstrup
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Am Drehset in einem Ferienhaus am Kelstruper Strand Foto: Ute Levisen

Der Einzige, der an diesem Tag die Ruhe weg hat, ist Jákup S. Thøgersen. Der junge Mann von den Färöern ist Beleuchtungsmeister des Kamerasets am Kelstruper Strand. Dort dreht Ari Alexander, alias Gefreiter Justesen aus dem Spielfilm „9. April“, dieser Tage seinen ersten Film.

„Über Stadt und Land“ (Over Land & By) – so lautet der Titel des Debüts von Ari Alexander. Der junge Haderslebener, den viele noch als Gefreiten Justesen in dem Spielfilm „9. April“ in Erinnerung haben mögen, hat ein Team von „ehrenamtlichen“ Mitstreitern für sein Vorhaben gewinnen können: einen knapp halbstündigen Novellenfilm, der die kulturellen Konflikte bloßlegt, die schwelen, wenn Großstadt auf Provinz – oder sogenannte Metropol- auf sogenannte Pampa-Bürger treffen.

Ari Alexander (im Vordergrund) arbeitet an seinem Filmdebüt. Foto: Ute Levisen

Bekannte Schauspielerinnen auf der Rollenliste

Die drei weiblichen Hauptrollen werden von gestandenen Schauspielerpersönlichkeiten des dänischen Films bzw. Theaters verkörpert: Marina Bouras („Bedrag“), Camilla Bendix („Broen II) und Mia Lyhne „Borgen – gefährliche Seilschaften“). Ihre männlichen Gegenspieler sind Newcomer. Unter ihnen ist Marc Christensen, der aus Sommerstedt stammt und heute in London lebt, wo er an seinem Durchbruch als Schauspieler arbeitet.

Die Darsteller hatten bei den Dreharbeiten sichtlich ihren Spaß. Foto: Ute Levisen

Ein Sommerstedter Jung

Marc Christensen und Regisseur Ari Alexander kennen sich bereits von ihrer gemeinsamen Zeit an der Haderslebener Handelsschule. Alexander, Sohn der Møllen-Schauspieler Connie Tronbjerg und Klaus Andersen, konnte auch seinen Vater sowie den Grandseigneur des Haderslebener Møllen-Theaters, Ole Sørensen, überzeugen, in seinem Film-Debüt mitzuwirken.

Marc Christensen, gebürtiger Sommerstedter, feilt in London an seinem Durchbruch. Foto: Ute Levisen

Zeit ist Geld

Vier Tage hat das Team für die Dreharbeiten in der Kommune Hadersleben abgesetzt. Entsprechend hoch ist das Aktivitätsniveau. Zeit ist Geld, obwohl alle – wenngleich nicht umsonst – so doch unentgeltlich arbeiten.
Die Kommune Hadersleben ist mit 50.000 Kronen der größte Förderer des Filmprojekts, mit dem Ari Alexander noch einiges vorhat: So soll der Kurzfilm nicht nur in Dänemark, sondern möglichst auch einem internationalen Publikum im Rahmen internationaler Festivals vorgestellt werden.

Marina Bouras, hier im Vordergrund, wirkt an dem Filmdebüt mit. Foto: Ute Levisen

Ein interessantes Projekt

Während am Drehort – an diesem durchwachsenen Montagnachmittag ist es ein Sommerhaus am Kelstruper Strand –, im wahrsten Sinne des Wortes die Klappe fällt, harrt Beleuchtungsmeister Jákup Thøgersen – wasserdicht vermummt – draußen auf der Terrasse der Dinge, die da kommen mögen. Das ist an diesem Tag mit schönster Regelmäßigkeit ein Regenschauer nach dem anderen. Kurz gesagt: ein fast ganz normaler Tag in Nordschleswig.
Er finde das Projekt interessant, sagt Jákup S. Thøgersen, und deshalb habe er auch gleich zugesagt, das Filmprojekt als Beleuchtungsmeister sozusagen ins rechte Licht zu rücken.
Wann das Filmdebüt Premiere hat, ist noch nicht bekannt.

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