Landschaftsschutz

Benny Bondes Erdwall erneut ein Fall fürs Gericht

Benny Bondes Erdwall erneut ein Fall fürs Gericht

Benny Bondes Erdwall erneut ein Fall fürs Gericht

Mastrup/Marstrup
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Benny Bonde, Landwirt und Politiker aus Mastrup, muss sich wieder einmal vor Gericht verantworten. Foto: Ute Levisen

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Zum dritten Mal befasst sich das Gericht mit einem Erdwall auf den Ländereien von Benny Bonde: Der Landwirt und Kommunalpolitiker muss sich wegen Verstoßes gegen das Museumsgesetz verantworten. Er soll einen Erdwall auf seinem Acker entfernt haben. Für Bonde ist es eine Sache des Prinzips, für die er bis vors EU-Gericht ziehen würde.

Zum wiederholten Mal muss sich Benny Bonde, Großbauer und Kommunalratsabgeordneter für Neue Bürgerliche, wegen Verstoßes gegen das Museumsgesetz verantworten.

Angeeckt

Am Donnerstag begann in Hadersleben das Gerichtsverfahren, dessen Dreh- und Angelpunkt ein Erdwall ist. Diesen soll Bonde 2002 dem Erdboden gleichgemacht haben, wie „JV.dk“ schreibt: Sechs Jahre später reetablierte Bonde den Wall, als er sich erneut wegen besagten Erdwalls vor Gericht verantworten musste. Nachfolgend bearbeitete er seinen Acker just an jener Stelle mit der Egge. Von einem Wall könne dabei nicht die Rede sein, so Bonde vor Gericht, sondern lediglich von zwei Pflugfurchen. Ankläger Lars Viereck ist anderer Auffassung: Dort sei ein Erdwall registriert worden – und diese stehen unter Landschaftsschutz.

Unweit des Pamhuler Sees soll Benny Bonde einen fast 400 Meter langen Erdwall, den er 2002 entfernen ließ, wieder errichten. Damals erhielt er ein Bußgeld in Höhe von 3.000 Kronen. Foto: Larz Grabau

Ortstermin am „Tatort“

Seit dieser Woche muss sich der Politiker und Landwirt erneut vor Gericht einfinden. Dem Verhandlungsauftakt war ein Ortstermin, unter anderem mit Richter und Anklagevertretung, auf Bondes Ländereien vorausgegangen.

Selbst-Verteidiger

Der Politiker hat auf einen Verteidiger verzichtet und vertritt sich selbst, zumal Benny Bonde wegen seiner vielen Auftritte vor Gericht diesbezüglich auf eine gewisse Routine verweisen kann.

Im aktuellen Fall baut der Landwirt seine Verteidigung auf dem Argument auf, dass es sich bei dem angeblichen Erdwall um eine fehlerhafte Registrierung handelt. Einen Erdwall habe es nie gegeben – lediglich eine Windschutzhecke.

Fehler vom Amt

Für den Politiker ist der Fall, der vor fast 20 Jahren seinen Anfang nahm, ein Fehler vom Amt – Sønderjyllands Amt, um genau zu sein. Schon bei der Amtsverwaltung war Benny Bonde mit seiner Feldarbeit angeeckt.

Für den Landwirt aus Mastrup (Marstrup) ist der Erdwall-Fall in erster Linie eine Sache des Prinzips, die er sich nicht nur ein stolzes Sümmchen an Bußgeldern kosten lässt, sondern für die er nach eigenem Bekunden bereit ist, bis vor den EU-Gerichtshof für Menschenrechte zu ziehen.

Das Urteil fällt am 8. April.

Ortstermin am „Tatort“ mit Richter Leon Fredgaard und Staatsanwalt Lars Viereck: Kein Wall so weit das Auge reicht. Foto: Larz Grabau
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Ahlers adieu“