Geschichte

Beitrag der Minderheit: Stiller Held

Ute Levisen
Ute Levisen Lokalredakteurin
Hadersleben/Haderslev
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Gustav Schröder aus Hadersleben, Kapitän der „St. Louis“, trägt den Titel „Gerechter unter den Völkern“. Foto: Archiv

Zum „Trekant“-Kulturfestival erinnern Vortrag, Film und Ausstellung an den Haderslebener Kapitän Gustav Schröder. Er rettete viele Menschen vor dem Tod.


Ein Vortrag über den „Stillen Helden“ von Hadersleben ist der Beitrag der deutschen Minderheit sowie des deutschen Teils der Domgemeinde zur Festwoche von „Trekanten“.

Der Historiker und Gymnasiallehrer an der Haderslebener Kathedralschule, Henrik Heinemeier, hält am Donnerstag, 30. August, ab 19 Uhr in der Alten Lateinschule einen Vortrag über Gustav Schröder, den deutschen Kapitän aus Hadersleben, der 1939 900 Juden vor dem Naziregime rettete. Am 20. September wird der „Stille Held“ mit einer Gedenktafel an seinem Geburtshaus an der Großen Straße 9 geehrt, das heute ein Imerco-Geschäft beherbergt.

Eine Ausstellung ab 21. September in „Von Oberbergs Haus“ über den Kapitän, der den Ehrentitel „Gerechter unter den Völkern“ trägt und dessen Name daher in der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem verewigt ist, ergänzt den Beitrag.

Am Sonntag, 23. September, zeigt das Kosmorama den US-Film „Reise der Verdammten“ (1976 ) über den Haderslebener und seine Heldentat mit Max von Sydow in der Hauptrolle.


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