Deutsche Schule Hadersleben

Abwechslungsreiche Weihnachtsfeier in der DSH

Abwechslungsreiche Weihnachtsfeier in der DSH

Abwechslungsreiche Weihnachtsfeier in der DSH

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Weihnachtsmann
Der Weihnachtsmann in Gestalt von Helmuth Krause verteilte Süßigkeiten: Signe Hünkemeier und Finn Berhardt freuen sich über den Besuch des Weißbärtigen. Foto: Karin Riggelsen

Traditionsfeier mit Weihnachtsmarkt im Innenhof der Deutschen Schule Hadersleben. Theaterstück mit Musik und Tanz in der Turnhalle fand großen Anklang.

Die Deutsche Schule Hadersleben (DSH) hat am Mittwochabend ihre Weihnachtsfeier veranstaltet. Zahlreiche Eltern, Großeltern und Freunde strömten in die Einrichtung, wo Schüler, Mitarbeiter und Schulleitung mit einem bunten Programm aufwarteten. Ein Weihnachtsmarkt im Innenhof und ein Theaterstück mit Musik und Tanz in der Turnhalle brachten ganz viel Abwechslung.

„Das Theaterstück – einfach super“, so Frauke Schmidt. Die Woyenserin hatte das Weihnachtsprojekt von der Seitenlinie aus verfolgt wegen ihrer Enkelin Celina Böhm. Die Drittklässlerin, ihre Kameraden und Lehrerin Susan Dirschauer sind in die Medienbranche eingestiegen. In dieser Woche erschien nicht nur die Schulzeitung „Der Haderslebener“. Die Erstauflage von „Die Weihnachtsrettung“ fand viele Abnehmer am „Zeitungsstand“ des Weihnachtsmarktes. Aktuelle Nachrichten, Informationen zum Weihnachtsprojekt, die Weihnachtsgeschichte und Interviews wurden von den Kindern mit viel Enthusiasmus zusammengetragen und in der weihnachtlichen Zeitung veröffentlicht.

Auf dem Innenhof waren viele Stände aufgebaut. Die Schüler der nullten bis siebten Klasse lockten mit bunten Angeboten, die reißenden Absatz fanden. Von niedlichen Holzhäusern über Weihnachtsmänner mit Zipfelmützen,
gefilzten Rentieren bis hin zu großen Sternen und Teelichtern waren tolle Dinge gebastelt worden. Der Stand der Viertklässler wurde quasi bestürmt:

„Wir waren im Werkraum, wo wir Eulen in verschiedenen Größen produziert haben. Die Schüler waren ganz fleißig und engagiert. Unsere Sammlung war binnen kurzer Zeit ausverkauft“, schmunzelte Lehrerin Annett Nikolaus. Aber auch die leckeren Kekse, die in der „Weihnachtsbäckerei“, sprich Schulküche, gebacken worden waren , wechselten mühelos die Besitzer. Die Fünftklässler machten frische Waffeln: „Wir haben Teig für 400 Stück“, so Lehrerin Sandra Bamberg Olesen.

Wer danach von Hunger geplagt war, reihte sich in die Warteschleife in der Schulfreizeitord-nung (SFO) ein. SFO-Leiterin Angelika Feigel und ihr Team verkauften Hotdogs und Getränke. Dabei wurden sie u. a. von Schülern der Oberstufe unterstützt. Auf dem Stundenplan der Acht- und Neuntklässler stand in den vergangenen Wochen das sogenannte Ausbildungs- und Jobprojekt, wobei die Achtklässler u. a. ein Praktikum gemacht haben. Die Neuntklässler gestalteten abschließend das traditionelle Lottospiel am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien.

Schüler der Klassen 3 bis 7 ernteten großen Applaus für ihre Inszenierung von „Das Gespenst von Canterville“. In Anlehnung an Oscar Wildes Erzählung hatten die Fachlehrer Felix Fehlhaber und Kim Bjerringgaard ein Theaterstück erarbeitet. Das Stück wurde zweimal aufgeführt, und es wurde beim Publikum ausgesprochen gut angenommen. Die 24 Schüler, die in das Theaterprojekt eingebunden waren, waren bei einer Audition durch das Nadelöhr gelangt. Kim Bjerringgaard hatte es vermocht, den Inhalt so geschickt anzupassen, dass das traditionsreiche Theaterstück mit Musik und Tanzeinlagen umrahmt werden konnte. Die Tanzgruppe der achten Klasse und der Chor, der von Antonia Fuglsang mit der Violine begleitet wurde, bekam großen, wohlverdienten Applaus.

Die Schauspieler glänzten in ihren Rollen und hatten die Lacher auf ihrer Seite. Die Zwillinge Terry und Harry machen Pläne, um das Gespenst Sir Simon zu ärgern. Letzendlich gelingt es ihrer Schwester , das Gespenst zu erlösen, sodass der Weihnachtsfrieden einkehren kann bei der Familie Otis auf dem alten Schloss.

„Tolle Aufführung“, lobte Schulleiterin Maria Harbo kleine und große Akteure. In Anlehnung an die Arbeit mit der positiven Psychologie und die 24 Stärken nach Helle Fisker meinte Harbo, dass die Schüler mutig seien, sich auf die Bühne zu stellen, um dort ihr Bestes zu geben. Es war auch verflixt mutig von Viertklässlerin Anna Lea Leth Schmidt kurz vor der Weihnachtsfeier, die Rolle eines erkrankten Klassenkollegen zu übernehmen, lobte Maria Harbo. Ehrengast, Kreispräsident Burkhard Tiemann, Pinneberg, war so begeistert von der Vorstellung, dass er sie gleich zweimal erlebte. Für Tiemann war es das 13. Mal, dass er an einer DSH-Weihnachtsfeier teilnahm.

Der Kreispräsident scheidet voraussichtlich im Juni 2018 aus seinem Amt aus. Bei seinen Freunden in Hadersleben werde er trotzdem ein gern gesehener Gast bleiben, versicherte Harbo. Ob und welche Konsequenzen Tiemanns Abschied ggfs. für die Patenschaft haben könnte, ist nicht geklärt.
In Bezug auf das Weihnachtsfest rechnet die Schulleiterin damit, dass ein
Überschuss erzielt werden konnte.

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