Insel des Jahres

Aarö: Knapp am Titel vorbeigeschrammt

Aarö: Knapp am Titel vorbeigeschrammt

Aarö: Knapp am Titel vorbeigeschrammt

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Aarö/Aarø
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Die Insel Aarö zählt zu den drei Finalisten im Kampf um den Titel „Insel des Jahres“. Foto: Ute Levisen

Beinahe hätte es geklappt: Im Wettbewerb um den Titel „Insel des Jahres“ zählte Aarö zu den drei Finalisten. Für den Sieg hat es zwar nicht gereicht, die Bewohner Aarös sind trotzdem stolz auf ihre Insel.

Im Kampf um den Titel „Insel des Jahres“ hat Endelave das Rennen gemacht. Die 13 Quadratkilometer große Insel liegt im Kattegat auf Höhe des Horsens Fjords und ist in diesem Jahr von „Forenet Kredit“, „Landdistrikternes Fællesråd“ und „Sammenslutningen af Danske Småøer“ aufgrund ihres aktiven Insellebens zur Insel des Jahres gewählt worden.

Der Preis wurde zum ersten Mal verliehen und mit einer Siegerprämie von 50.000 Kronen dotiert.

Aarö punktet mit lokaler Wirtschaft

Auch die Insel Aarö hatte sich als eine von elf Inseln an dem Wettbewerb beteiligt. „Der Bewohnerverein hat gemeinsam beschlossen, sich um den Titel zu bewerben“, berichtet Vereinsvorsitzende Connie Hansen. Besonders mit ihrer lokalen Wirtschaft wollten die Aaröer punkten.

Für den ersten Platz hat es zwar nicht gereicht, gelohnt hat sich die Bewerbung dennoch: Aarö gehörte neben Endelave und der Insel Strynø zu den drei Finalisten. In einer Pressemitteilung lobte Jens Otto Størup, Vorsitzender des Bewertungsausschusses und Vorstandsmitglied bei „Forenet Kredit“, ausdrücklich die positive Zusammenarbeit, mit der sich die lokalen Gewerbetreibenden auf Aarö gegenseitig unterstützen.

Der Ausblick von der Insel Aarö reicht bei guter Sicht bis nach Fünen. Foto: Ute Levisen

Starke Konkurrenz

„Auch wenn die beiden Inseln den Titel in diesem Jahr nicht für sich gewinnen konnten, so bin ich mir sicher, dass deren gemeinschaftlicher Zusammenhalt die Entwicklung der Insel sichern wird“, so Størup.

Enttäuscht, dass es für den ersten Platz nicht gereicht hat, sind die Aaröer nicht: „Wir sind stolz, dass wir es unter die ersten drei geschafft haben“, berichtet Connie Hansen. „Zum einen hatten wir eine starke Konkurrenz, und zum anderen können wir ja auch nicht immer gewinnen“, ergänzt sie lachend, „schließlich sind wir erst 2018 zur Lokalgemeinschaft des Jahres gewählt worden.“

25.000 Kronen für die Zukunft

Zudem werden auch der zweite und dritte Platz mit jeweils 25.000 Kronen belohnt. „Das ist richtig klasse“, findet Hansen. „Wie alle kleinen Inseln kämpfen auch wir ums Bestehen, da kommt das Preisgeld natürlich sehr gelegen.“

Auf Aarö sollen die 25.000 Kronen in die Zukunftsplanung investiert werden. „Wir arbeiten derzeit mit der Kommune an einem neuen Fokusplan. Dafür werden wir das Geld verwenden“, berichtet die Vorsitzende des Aaröer Bewohnervereins.

Zuzügler anlocken

Für den neuen Fokusplan, der die Entwicklungsschwerpunkte der Insel für die nächsten 10 bis 15 Jahre festlegen soll, hat der Bewohnerverein sich viel vorgenommen. „Wir hätten gerne ein paar Mietwohnungen oder -häuser auf der Insel, damit wir auch neue Zuzügler anlocken können“, meint Connie Hansen.

Viele Häuser seien in Familienbesitz, so Hansen, werden jedoch immer häufiger nur als Sommerhaus genutzt. „Dadurch sind viele Häuser im Winter unbewohnt, und auch die Einwohnerzahlen sinken weiter.“

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