Jubiläumsjahr 2020

„100 Jahre deutsche Minderheit-vi fester sammen“

„100 Jahre deutsche Minderheit-vi fester sammen“

„100 Jahre deutsche Minderheit-vi fester sammen“

Karin Friedrichsen
Karin Friedrichsen Journalistin
Hadersleben/Haderslev
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Der neue Veranstaltungskalender der Vereine und Institutionen der deutschen Minderheit im Raum Hadersleben. Die Titelseite schmückt ein Kindheitsfoto von Benedikt und Antonia Hansen. Foto: Karin Friedrichsen

„Genforenings“-Feierlichkeiten der Dänen, 100 Jahre deutsche Minderheit und das „Deutsch-dänische kulturelle Freundschaftsjahr 2020“: Der Veranstaltungskalender der deutschen Minderheit in Hadersleben behält das denkwürdige Jahr 2020 im Blick und lockt mit vielen Angeboten.

Der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN), Bezirk Hadersleben, hat den Veranstaltungskalender 2019/2020 herausgegeben. Der Kalender erscheint in einer Auflage von 500 Stück, erklärte BDN-Bezirksvorsitzende Angelika Feigel.

Familie Hansen gestaltete das Heft

BDN-Ortsvorsitzende Sabina Wittkop-Hansen gestaltete den Kalender mithilfe ihres Sohnes Benedikt Hansen und Ehemann Olav Hansen, stellvertretender Hauptvorsitzender des BDN. Veranstaltungen der deutschen Minderheit in Hadersleben, Süderwilstrup und Mölby sind in dem handlichen Heft übersichtlich erfasst.

BDN-Ortsvorsitzende Sabina Wittkop-Hansen Foto: Karin Riggelsen

„100 Jahre deutsche Minderheit-vi fester sammen“

Am Sonnabend, 29. August, und Sonntag 30. August 2020, stellt die Minderheit in Hadersleben ein großes Festzelt und Pavillons auf am Graben. Unter dem Motto „100 Jahre deutsche Minderheit-vi fester sammen“, wird mit durchgehender Livemusik, Events sowie Essens- und Getränkeständen und einem deutschen Zeltgottesdienst mit Pastorin Christa Hansen und Pastor Martin Witte gefeiert. Das Fest kling am Sonntag mit einem Weißwurst-Frühstück aus. Der BDN lädt Minderheit und Mehrheitsbevölkerung zu gemütlichen und interessanten Stunden mit einem breitgefächerten Programm ein. Die teilnehmenden Vereine und deren Projektpartner werden sich vorstellen. Der Eintritt ist frei. Die Veranstalter hoffen auf gute Beteiligung, weil sie mit der Feier die „sehr gute Zusammenarbeit“ ehren wollen.

Veranstaltungskalender ist ausgelegt

Die deutsche Gemeinschaft in Hadersleben fordert alle Interessierten dazu auf, an den Veranstaltungen, die Vereine und Institutionen anbieten, teilzunehmen. Der Veranstaltungskalender wendet sich auch an die Mehrheitsbevölkerung: „Alle, die sich für die deutsche Sprache und Kultur interessieren, sind herzlich eingeladen“, heißt es in dem Veranstaltungskalender, dessen Vorwort diesmal in deutscher und dänischer Sprache verfasst ist. Das Heft wird nämlich nicht nur bei allen deutschen Vereinen und Institutionen ausgelegt. Es ist unter anderem auch bei dem Touristbüro „VisitHaderslev“ erhältlich.

„Wir schaffen einen Mehrwert für die Dänen. Deswegen haben wir das Vorwort ins Dänische übersetzt. Will man mehr lesen, muss man Deutsch lernen“, schmunzelte Olav Hansen.

Über das Jahr hinweg werden viele Aktivitäten geboten

Von Aktivitäten der Kirchen, Veranstaltungen der Deutschen Schule Hadersleben und des Haderslebener Frauenvereins bis hin zu Generalversammlungen und Konzerten sowie einem großangelegten Wanderrudertreffen Ende Juli 2020 - das Heft informiert auf 36 Seiten über kleine und große Ereignisse im Raum Hadersleben.

Fördermittel aus kommunalem Topf

Der Bund Deutscher Nordschleswiger und der Deutsche Ruderverein Hadersleben (DRH) haben für das Fest am Graben und das Wanderrudertreffen Fördergelder aus dem kommunalen Topf für Festlichkeiten im Jahr 2020 erhalten.

„Haderslev Kommunes Pulje til Genforeningsmarkeringen 2020“ verfügt über insgesamt 500.000 Kronen. Der Kommune sind im Laufe der vergangenen Monate 34 Anträge zugestellt worden. Die Antragsteller haben, so Angelika Feigel, für ihre Projekte um Bezuschussung in Höhe von rund 1 Million Kronen gesucht. „Der DRH und der BDN sind beide bezuschusst worden“, erklärt Feigel, die den Vorsitz innehat beim BDN-Bezirk und beim DRH. Die Haderslebenerin machte keine Angaben über die Höhe der Fördermittel.

Olav Hansen und Angelika Feigel Foto: Karin Friedrichsen
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