Elektromobilität

Ultraschnelle Energiewende mit Sekt und Tesla

Ultraschnelle Energiewende mit Sekt und Tesla

Ultraschnelle Energiewende mit Sekt und Tesla

Hadersleben/Haderslev
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Geladen in Windeseile: Zapp-Direktor Eric Scharnowski und Bürgermeister Mads Skau beim „Tanken": „Mit Handauflegen geht es noch schneller", weiß der Bürgermeister aus eigener Erfahrung. Foto: Ute Levisen

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Grün-Sein leichtgemacht – so lautet Haderslebens neues Motto: Seit Dienstag hat die Domstadt ihre erste Ultraschnellladestation. Diese ist zudem hausgemacht. Für Entwicklung, Konzept und Vertrieb zeichnet das Haderslebener Start-up-Unternehmen „Zapp Mobility“ verantwortlich – unter anderem mit Hilfe aus Nordfriesland.

Die grüne Umstellung erfährt mit Blick auf Wind und Sonne in der Kommune Hadersleben jede Menge Gegenwind. Im Gegenzug vollzieht sich die Energiewende bei der Elektromobilität fürder in Windeseile: Seit Dienstag hat die Domstadt ihre erste Ultraschnellladestation.

Bürgermeister Skau freute sich vor allem darüber, dass die Ultraschnellladestation „made in Haderslev" ist. Foto: Ute Levisen

Im Beisein aller beteiligten Partner weihten der Direktor des Haderslebener Start-ups „Zapp Mobility“, Eric Scharnowski, und Haderslebens Bürgermeister Mads Skau (Venstre) mit Sekt und einem königsblauen Tesla die neue „Blitz-Zappsäule“ in unmittelbarer Nachbarschaft des Waschsalons am Gewerbegebiet Sverigesvej ein.

„Das ist erst der Anfang“

„Und das ist erst der Anfang“, kündigte Bürgermeister Mads Skau an. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass die neue Vorzeige-Säule das Produkt eines Haderslebener Unternehmens ist. Noch dazu eines, das im Laufe seines gerade einmal dreijährigen Bestehens vor Kurzem einen der größten Aufträge Dänemarks „an Land gezogen“ hatte: „Zapp Mobility“ hat in Zusammenarbeit mit seinem Vertragspartner, dem Energiekonzern EWII, den Zuschlag für die Installation von 1.350 Ladestationen auf Dänemarks größtem Flughafen in Kastrup erhalten. Diese sollen dort in den nächsten zehn Jahren aufgestellt werden.

Die Partner von „GP Joule" aus Nordfriesland: Finn Görrissen, Torben Jöns und Raphael Huckert waren ebenfalls zur Einweihung gekommen. Foto: Ute Levisen

Zusammenarbeit mit EWII & GP Joule

In Zusammenarbeit mit dem Energieversorger EWII wird auch die neue Ladestation am Sverigesvej betrieben. Ein Team des Unternehmens „GP Joule“ mit Sitz unter anderem in Nordfriesland hatte den Hypercharger geliefert und stand den Haderslebenern bei Fragen zur Technik und Installation beratend zur Seite.

Das kann die ultraschnelle Ladestation

Der Zapp-Ständer lädt mit bis zu 300 kW, verteilt auf zwei Ladeanschlüsse. Es ist eine öffentliche Ladestation, die für jedermann ohne ein Abonnement zugänglich ist und deren kWh-Preis sich an den Marktpreisen orientiert. In der ersten Testphase wird die Ladestation auf eine Leistung von 175 kW begrenzt sein und 1 Krone/kWh kosten.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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