Volksabstimmung

Dänischer Romeo, deutsche Julia, grenzüberschreitende Liebe

Dänischer Romeo, deutsche Julia, grenzüberschreitende Liebe

Dänischer Romeo, deutsche Julia, grenzüberschreitende Liebe

Ute Levisen
Ute Levisen Lokalredakteurin
Hadersleben/Haderslev
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Nikolaj Mineka ist begeistert über die Zuwendung. Im Juni 2020 wird die Jubiläumsvorstellung „Romeo + Julia“ Premiere haben. Foto: Ute Levisen

Eine besondere Form der Anerkennung erfährt das Ensemble des Theaters Møllen: Sein Beitrag zum 100. Jahrestag der Volksabstimmung fördern Folketing und Kulturministerium mit 450.000 Kronen. Theaterchef Nikolaj Mineka ist begeistert. Romeo und Julia werden wiederbelebt. Auf Grenzland-Art.

Neuerliche Anerkennung für das Theater Møllen: Das dänische Kulturministerium und das Folketing fördern den Beitrag des Møllen-Theaters zum 100. Jahrestag der Volkabstimmung 2020 mit 450.000 Kronen. Damit ist das Theater am Mühlenstrom einer von landesweit 18 Empfängern, die an der „Pulje“ von insgesamt sechs Millionen Kronen Anteil haben. Am Montagabend traf die gute Botschaft bei Theaterchef Nikolaj Mineka ein:

Freude über verfrühtes Weihnachtsgeschenk

„Wir freuen uns ungemein über dieses verfrühte Weihnachtsgeschenk.“

Das Ensemble interpretiert die Liebesgeschichte von „Romeo + Julia“ neu – und zwar auf Grenzland-Art, die die Komplexität und den Nuancenreichtum im Zusammenleben, Freundschaft und Feindschaft, Stolz und Vorurteil im deutsch-dänischen Grenzland widerspiegeln soll.

Eine super-ambitiöse Inszenierung

Es wird eine Inszenierung, die Mineka als „super-ambitiös“ bezeichnet. Daher sei die Entzückung groß angesichts dieser Anerkennung, die es ermögliche, den nächsten Schritt mit Blick auf eine Umsetzung zu machen. In der Tat bietet der Shakespeare-Klassiker das Potenzial, zum 100. Jahrestag vom Møllen-Theater wiederbelebt zu werden: Romeo stammt aus einer dänischen Familie – Julia aus einer deutschen. Perfekt für den Zweck und ausschlaggebend für das Ensemble, ausgerechnet diesen Text für die Jubiläumsarbeit zu wählen, so der Theaterchef. Die Kommune fördert das Vorhaben mit 800.000 Kronen und ernannte es gar zum Jubiläumsleuchtturm.

Zusammenarbeit mit den Minderheiten-Organisationen

Die Vorstellung, die in Schlössern dies- und jenseits der Grenze, auch auf Schloss Gramm, aufgeführt werden soll, entsteht in Zusammenarbeit mit dem Südschleswigschen Verein und dem Bund Deutscher Nordschleswiger. Mineka hofft, dass gerade diese Zusammenarbeit dazu beträgt, das Augenmerk auf das Besondere der Grenzregion zu lenken und ihre einzigartige Zusammenarbeit über die Grenze hinweg.

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